
Gibt es etwas Schöneres, als in der warmen Jahreszeit jene Orte zu erkunden, an denen der Adel das Leben in vollen Zügen genossen hat? Die prachtvollen Schlösser und weitläufigen Schlossgärten der Donaumonarchie im Land um Wien, geprägt von einer beeindruckenden Dichte an Adelsresidenzen, laden dazu ein, in die glanzvolle Welt vergangener Jahrhunderte einzutauchen. Im näheren und weiteren Umkreis des historischen Machtzentrums Wien, vorzüglich in sonnenverwöhnten und sanfthügeligen Agrar- und Weinregionen, haben traditionsreiche Familien wie Liechtenstein, Esterházy, Dietrichstein, die Habsburger selbst, Batthány, Khevenhüller, Pálffy, Schwarzenberg, Kaunitz, Salm, Festetics, Harrach, Sachsen-Coburg, Kinsky, Schönburg und viele weitere ihre schönen Landsitze errichtet.
In Teil 24 meiner Serie Grenzgänger gebe ich dir einen umfassenden Überblick über die Schlösser rund um Wien, im Radius von maximal 200 km, mit Fokus auf jenen bei unseren nahen Nachbarn – eine Zusammenstellung wie du sie sonst nirgendwo findest. Der Besuch der Schlösser ist dank der von der Europäischen Union veranlassten Öffnung der Grenzen im Rahmen des Schengen-Abkommens enorm erleichtert. Die historischen Gebäude laden dich dazu ein, sie zu besichtigen, Spaziergänge zu unternehmen und die Seele baumeln zu lassen. Selbstverständlich bieten wir dir wieder eine praktische Übersichtskarte. Auf ihr findest du sämtliche, auch österreichische, Schlösser eingezeichnet, die im Amber-Danube-Raum, an der Schnittstelle von Bernstein- und Donauachse, liegen. Die beeindruckendsten Schlösser in und um Wien, die in Österreich liegen, haben wir dir bereits in unserem beliebten Beitrag Die schönsten Schlösser und Burgen in Wien und Umgebung vorgestellt und werden daher hier nur kurz aufgelistet. Unsere schönsten Videoeindrücke mit einer feinen Auswahl an Schlössern kannst du dir hier auf Instagram oder hier auf TikTok anschauen.
von Martin Kienzl

Im nahen und weiteren Umkreis Wiens wirst du als Schlossliebhaber:in besonders fündig. Denn seit der Antike ist der Amber-Danube-Raum, der Kreuzungsraum der Bernsteinachse Nord-Süd und der Donauachse West-Ost ein Dreh- und Angelpunkt im Herzen Europas. Im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viele Adelsgeschlechter wurden von diesem, zum Großteil fruchtbaren, Landstrich, dem Herzen der einstigen Donaumonarchie, angezogen. Dort, wo sich der germanisch-romanische Westen und der slawisch-uralische Osten begegnen. Und sich deutsche, slawische, italienische, französische und ungarische Kulturzonen befruchten und überlagern. Diese besondere Verbindung prägt den Raum. Sie macht ihn zu einem faszinierenden Treffpunkt, der sowohl den Charakter als auch die Entwicklung ihrer Schlösser und deren Umgebung maßgeblich beeinflusst hat.

Wir haben für dich eine eindrucksvolle Gesamtübersicht jener meist prachtvollen Anwesen unserer Nachbarn im Amber-Danube-Raum erstellt, die du ganz ohne gesonderte Vereinbarung, im Rahmen geregelter Öffnungszeiten, besuchen kannst. Die Highlights unter ihnen sind in der folgenden Liste in Blockbuchstaben hervorgehoben. Während viele österreichischen Schlösser bis heute in adeligem Privatbesitz sind und daher gewöhnlich nicht regelmäßig besichtigt werden können, wurden die Schlösser in Ungarn und der ehemaligen Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg, im sowjetischen Machtbereich, enteignet und verstaatlicht. Anschließend wurden sie überwiegend als Museen oder Kultureinrichtungen genutzt und sind zum Großteil bis heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch dort, wo die früheren Eigentümerfamilien ihren Besitz nach den Revolutionen von 1989 zurückerhielten, wurde die öffentliche Nutzung meist beibehalten.

Um dir einen Eindruck davon zu geben, was dich an den verschiedenen Destinationen erwartet, haben wir für dich zusammengefasst, worauf du dich jeweils freuen kannst: Renaissance, Barock, Empire oder Historismus, großer Palast oder intimer Landsitz, Prachtsäle oder gemütliche Wohnräume, symmetrische Gartenparterres oder wild-romantische Parklandschaften, weite Jagdwiesen oder lauschige Plätze, idyllische Schlossteiche oder staunenswerte Fantasiebauten, botanische Entdeckungen oder tierische Begegnungen. Tauche in eine andere Welt ein – eine Sphäre, die zugleich fern und nah wirkt, immer voll von Geschichte und Schönheit.
Zu festen Öffnungszeiten öffentlich zugängliche Schlösser im Bernsteinstraßen-Donau-Raum.
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Mehr InformationenWichtige Erklärungen zur folgenden Liste:
Das kleine Renaissance-Schloss Blanz (Blansko) beherbergt ein Regionalmuseum zur Erforschung des Mährischen Karsts. Dieser ist reich an Tropfsteinhöhlen. Überregional bekannt sind die Punkva-Höhlen (Punkevní jeskyně) mit der Macocha, einer der tiefsten Einsturzschluchten Europas. Der Wiener Schriftsteller Ferdinand von Saar lebte auf dem Schloss. 500 m entfernt, steht die von Wien aus nächstgelegene Holzkirche der Ostkirche: die Holzkirche St. Paraskiva der Heiligen Paraskevi, von 1641, die 1935 aus der Karpatenukraine (-1918 Österreich-Ungarn, -1938 Tschechoslowakei, heute Ukraine) nach Blansko versetzt wurde.
Schloss Boskowitz beeindruckt heute durch seine außergewöhnlich reine Empire-Architektur. Es wurde in den Jahren 1819-20 vierzig Kilometer nördlich von Brünn von der Familie Dietrichstein-Mensdorff-Pouilly erbaut. Im Inneren besticht das südmährische Schloss durch die Eleganz des Klassizismus. Eine Ausstellung beleuchtet das Alltagsleben des tschechischen Adels im 19. Jahrhundert.
Schloss Lundenburg (Břeclavský zámek) ist ein im Wiederaufbau befindliches Schloss, das im 19. Jahrhundert romantisch umgestaltet wurde. Davor wurde die ursprüngliche Burg zu einem Renaissance-Schloss umgestaltet. Das Schloss befindet sich im Dreiländereck Tschechien / Österreich / Slowakei. Von 1384 –1945 war es im Eigentum der Liechtensteiner. Der Schlossturm (Zámecká věž) ist bereits zugänglich.

Zum Ortsgebiet von Břeclav gehört auch das Jagdschloss Pohanska, ein elegantes Empire-Jagdschlössl des österreichischen Architekten und Erfinders Josef Hardtmuth. Die Villa Pohanska ist Teil der UNESCO-Welterbe-Kulturlandschaft der Liechtenstein-Zwillingsschlösser Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg). Umgeben von riesigen Wiesenflächen, die einst zur Jagd genutzt wurden, liegt es einzigartig ruhig inmitten von Mährisch-Amazonien (Moravské Amazonie), dem Naturschutzgebiet Zusammenfluss March und Thaya (Chráněná krajinná oblast Soutok Moravy a Dyje). Näheres zu den Liechtenstein-Zwillingsschlössern findest du in unseren Guides Valtice: Im Zaubergarten der Liechtensteiner und Lednice: Fürstlicher Riesenpark mit orientalischem Touch.

Das LIECHTENSTEIN-SCHLOSS BUTSCHOWITZ ist eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser in Zentraleuropa. Von außen wirkt der von Jan Šembera Černohorský 1575 in Auftrag gegebene Bau wie eine Festung, ein authentischer Palazzo in fortezza. Entworfen wurde dieser von Jacopo Strada, der auch an der Planung des Antiquariums der Münchner Residenz beteiligt war.
Der Bau beeindruckt mit einem kolossalen Arkadenhof und berühmten Wand- und Deckendekorationen im Stil reiner italienischer Spätrenaissance. In ihrer Kombination aus Skulpturen und farbenfrohen Fresken beeindrucken diese Werke italienischer Künstler der Renaissance bis heute. Im Kaiserzimmer sind prachtvolle Relieffiguren von Mars und Diana zu bewundern. Im berühmten Hasenzimmer werden Hasen in menschlichen Rollen dargestellt. Sie verhalten sich wie Menschen – handeln, kämpfen und organisieren sich.
Schloss Kunstadt ist ein kleines mährisches Landschloss, das bis heute seine Ursprünge als Burg erkennen lässt. Der in Renaissance- und Barock-Zeiten zum Schloss Kunstadt umgeformte Bau ist von einem Park umgeben. In ihm findest du einen alten Hundefriedhof – mit Grabinschriften für Fips, Flott, Mopsi, Dicky und Co.

Das LIECHTENSTEIN-SCHLOSS EISGRUB ist Teil der UNESCO-Weltkulturerbestätte Kulturlandschaft Lednice-Valtice. Das heutige Schloss präsentiert sich im Tudorstil. Die aufwändige Innenraumgestaltung überrascht unter anderen mit dem größten Wintergarten der Welt, einer selbsttragenden holzgeschnitzten Wendeltreppe, einer der kostspieligsten neugotischen Kassettendecken und einer künstlichen Tropfsteinhöhle.

Der gigantische Park liegt direkt an der Nordgrenze Österreichs. Seine außergewöhnlichen Dimensionen und die hohe Dichte an riesigen Teichen, die seit dem 14. Jahrhundert angelegt wurden, machen ihn besonders. Lange Kanäle und fantasievolle Parkbauten, darunter ein hohes Minarett, der Apollotempel, die künstliche Hansenburg, der Tempel der drei Grazien, die Reistenkolonnade, das Wasserkunstgebäude, das Teichschlössl und das Jagdschlössl, prägen das Bild. All diese Besonderheiten machen den Park zum sogenannten Garten Europas – der größten künstlerisch gestalteten Landschaft Europas.

Diese Parklandschaft ist am Besten in der Kombination Bahn Wien-Břeclav & Fahrrad zu erkunden. Wir haben für dich alles Wissenswerte, praktische Informationen, Lokalempfehlungen und Helden-Tipps zu diesem Top-Ausflugsziel für Wiener:innen in den beiden Guides der Liechtenstein-Zwillingsschlösser Lednice: Fürstlicher Riesenpark mit orientalischem Touch und Valtice: Im Zaubergarten der Liechtensteiner übersichtlich zusammengefasst. Der perfekte Guide für deinen Besuch

SCHLOSS LISSITZ war ein unsprünglich barocker Adelssitz, der durch spätere Um- und Zubauten klassizistisch geprägt wurde. Den Garten schmückt eine ungewöhnliche Säulenpergola, die den wohnlich-gemütlichen, nostalgischen Charme der Anlage unterstreicht. Bis 1945 gehörte Lissitz dem Grafengeschlecht Dubský von Trebomyslice.
Marie von Ebner-Eschenbach gehörte zur Familie, hielt sich häufig auf dem Schloss auf und wurde dort zu Werken wie Dorf- und Schloßgeschichten oder den berühmten Roman Das Gemeindekind inspiriert. Seit 2016 erinnert eine Ausstellung in Schloss Lysice an die bedeutende mährisch-österreichische Schriftstellerin.

Das DIETRICHSTEIN-SCHLOSS NIKOLSBURG, ein repräsentativer Barocksitz, präsentiert sich in dominanter Lage auf einem Felshang über der baulich homogen erhaltenen Altstadt von Mikulov.
Die verwinkelte, aus einer Burg entstandene Anlage besticht durch versteckte Ecken, Aussichtsterrassen und Gartenparterres, die gemeinsam ein romantisches Flair vermitteln. Mikulov, nördliche Nachbarstadt von Poysdorf, liegt am Eingang zur Pálava, zur Pollau (Pollauer Berge). Die haben wir dir vorgestellt in Pálava: Tschechiens Zauberberge vor der Haustür.

SCHLOSS MÄHRISCH KROMAU verfügt über einen schönen Renaissance-Arkadenhof. Das Schloss zeigt das Hauptwerk Alfons Muchas, Das Slawische Epos. Mucha wurde als Gestalter von Jugendstil-Plakaten in Paris weltberühmt. Das Slawische Epos besteht aus 20 Riesengemälden, die die Geschichte der Slawen in historistischen, idealisierten Darstellungen zeigen. Die Schlosszimmer sind, bevor die Familie Kinsky den Bau erbte, von den Liechtensteinern vorwiegend im Rokokostil eingerichtet worden. Auf Einladung der Erstbesitzer, der Adelsfamilie Leipa, verbrachte Paracelus vermutlich die Jahre 1537-39 auf Schloss Mährisch Kromau.
Schloss Mährisch Trubau ist eines der kunsthistorisch bedeutenden Renaissanceschlösser Zentraleuropas. Das reich verzierte Eingangsportal ist eines der frühesten Renaissancebauwerke, am Übergang von der Gotik zur Renaissance, nördlich der Alpen. Das Schloss, von 1623–1945 im Besitz der Liechtensteiner, hat mit seinem großzügigen Arkadenhof den Charakter eines italienischen Palazzo. Zwischen 1500 und 1550 entwickelte sich Mährisch Trübau zu einem bedeutenden Zentrum des Humanismus, das sich für freie Entfaltung des Menschen, kritisches Denken und ethische Verantwortung einsetzte. Persönlichkeiten wie Bohuslav Lobkowitz und Augustin Olomoucký unterrichteten hier, verfassten Texte und pflegten einen regen Austausch mit anderen europäischen Humanisten. Darüber hinaus bestanden enge Verbindungen zu den Universitäten Krakau und Wien.
Das romantische Schloss Namiest an der Oslawa, mit baulichen Elementen aus Renaissance, Barock und Klassizismus, erhebt sich malerisch über dem Tal der Oslawa. Die Anlage, 38 km östlich von Brünn (Brno), beeindruckt mit eleganten Arkadenhöfen, historischen Innenräumen und bedeutenden Tapisserien. Vom weitläufigen Schlosspark genießt du reizvolle Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Berühmte Komponisten wie Salieri und Gluck waren Gäste der Besitzerfamilie Haugwitz.

SCHLOSS RAITZ wurde für die Adelsfamilie Salm frühklassizistisch umgestaltet. Unter anderen dank seines verspielten, rostroten Mansardendachs strahlt es den Charme eines französischen Landschlosses im Louis-seize-Stil aus. Damit ist es für viele das einzige Schloss Zentraleuropas, das einem kleinen, wohnlichen Loire-Schloss zum Verwechseln ähnlich sieht. Die bedeutende Kunstsammlung Salm-Reifferscheidt auf Schloss Raitz ist nahezu vollständig erhalten, bis heute ein wesentlicher Teil der Schlossausstattung und enthält u. a. Gemälde von Arnold Böcklin, Franz von Lenbach, Peter Fendi, Friedrich von Amerling.

SCHLOSS AUSTERLITZ in Slavkov u Brna (Austerlitz bei Brünn) zählt zu den beeindruckendsten Barockresidenzen Mährens. Das Schloss der Familie Kaunitz, deren bedeutendster Vertreter Wenzel Anton Fürst Kaunitz-Rietberg einer der wichtigsten Staatsmänner unter Maria Theresia und Joseph II. war, steht in enger Verbindung zur berühmten Schlacht bei Austerlitz. Neben Waterloo und Leipzig ist Austerlitz und seine Umgebung ein zentraler Erinnerungsort der napoleonischen Epoche.
Das prunkvolle Barockschloss mit seinen historischen Sälen sowie dem eleganten Gartenparterre mit Barockstatuen und Wasserbecken lädt dich dazu ein, europäische Geschichte von gestern bis heute hautnah zu erleben. 1805 wurde hier der Waffenstillstand nach der Schlacht bei Austerlitz, 2015 das Austerlitz-Format zur österreichisch-tschechisch-slowakischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Alle Infos für dieses Ausflugsziel kannst du in unserem Grenzgänger Teil 23 – Austerlitz: Schlachtfeld-Tourismus, schloss und Friedensdenkmal nachlesen.

Das LIECHTENSTEIN-SCHLOSS FELDSBERG, eines der bedeutendsten Barockschlösser Zentraleuropas, diente jahrhundertelang gemeinsam mit Wien als prachtvoller Wohnsitz des Fürstenhauses Liechtenstein.
Mitten in der UNESCO-Welterbe-Kulturlandschaft Lednice-Valtice gelegen, begeistert das Schloss durch seine eleganten Räume, die großzügige Anlage und die gelungene Mischung aus Architektur, Gartenkunst und Weinkultur.

Wir haben dir Schloss Valtice und den zu ihm gehörigen Teil des gigantischen Landschafsparks Lednice-Valtice (Eisgrub-Feldsberg) mit seinen zahlreichen Parkbauten im Guide Valtice: Im Zaubergarten der Liechtensteiner ausführlich vorgestellt.
Zum Ortsgebiet von Valtice gehört das Jagdschlössl Rendez-vous, der sogenannte Dianatempel, der nach dem Vorbild des berühmten Konstantinbogens in Rom gebaut wurde. Es gibt lediglich drei Triumphbögen, die fast genauso groß sind wie das römische Original: der Arc de Triomphe du Carrousel in Paris, das Siegestor in München und eben der Triumphbogen / das Jagdschlössl Rendez-vous von Valtice.
Heute ist der Bau ein romantisches Ausflugsziel inmitten der Kulturlandschaft der Liechtenstein-Zwillingsschlösser Lednice-Valtice. Das Innere des Empirebaus, der von jahrhundertealter Jagdtradition und adeliger Repräsentation erzählt, kann besichtigt werden.

SCHLOSS BUCHLOWITZ (Buchlovice) von 1702 gilt vielen als die schönste italienische Barockvilla nördlich der Alpen. Die besonders gemütlichen ebenerdigen Wohnräume schauen auf einen Park, der mit seinen verschlungenen Wegen und vielen Rhododendren wie ein ausgedehnter Privatgarten wirkt. Buchlovice liegt malerisch am Fuße des Marsgebirges (Chřiby) am Übergang zur flachen Landschaft am Unterlauf der March.
Letzter Eigentümer war die Adelsfamilie Berchtold, die in Buchlovice ihren repräsentativen Sommersitz hatte. Sie initiierte hier 1908 das Abkommen von Buchlau, eine geheime Absprache zwischen Österreich-Ungarn und Russland nach der die Donaumonarchie Bosnien-Herzegowina annektierte.
Schloss Holeschau ist ein wertvolles Beispiel des Frühbarock. Seit 2022 wird das Schloss Stück für Stück für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Sala Terrena und das erste Obergeschoss mit seinen repräsentativen Piano-Nobile-Sälen im Barockstil, mit Deckengemälden und Stuckverzierungen, sind bereits zugänglich.

Der Französische Garten ist mit seinen streng geometrisch angelegten Wasserachsen und Gartenparterres erhalten geblieben. Ebenso die Obstgärten mit ihrem seltenen Sortenreichtum. Im schönen Rosengarten steht ein Denkmal des in Holleschau geborenen Komponisten Franz Xaver Richter, wichtiger Vertreter der Mannheimer Schule, die Mozarts Entwicklung bei seinem Mannheimer Aufenthalt 1777/78 maßgeblich beeinflusste.
Schloss Holitsch ist eine eindrucksvolle Habsburgische Schlossanlage nahe dem Dreiländereck Slowakei-Österreich-Tschechien.

Ursprünglich war Holíč eine mittelalterliche Wasserburg. Im 18. Jahrhundert bauten die Habsburger sie zu einer repräsentativen barocken Sommerresidenz aus. So wurde Holíč das Lieblingsschloss von Maria Theresias Mann Franz Stephan. Gewissermaßen als Gegenstück zum am anderen Marchufer gelegenen Schloss Hof, das Maria Theresia für höfische Sommerfeste nutzte.
Bis heute ist Schloss Holíč von breiten Wasserkanälen umgeben. Die Anlage wirkt zugleich monumental und romantisch-verwunschen, teilweise restauriert, teilweise vom Zahn der Zeit gezeichnet. Wir haben dir diese Habsburgische Sommerresidenz im Rahmen des Guides durch das Obere Záhorie vorgestellt: Oberes Záhorie: Wo du ein Stück Sahara im Marchfeld findest.

Das ERZBISCHÖFLICHE SCHLOSS KREMSIER (Arcibiskupský zámek Kroměříž) zählt zu den bedeutendsten barocken Residenzanlagen Zentraleuropas. Wegen ihres außergewöhnlichen universellen Werts und als herausragendes Beispiel von fürstlicher Kultur, in der Politik, Kunst und Gartenarchitektur zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen, wurde sie als UNESCO-Welterbe anerkannt. Schloss Kremsier wurde als repräsentative Sommerresidenz der Olmützer Bischöfe am Rande der fruchtbaren Ebene Hanna (tschechisch Haná) errichtet. Die Bischofsstadt Olmütz (tschechisch Olomouc) liegt etwa 40 km nördlich.

Kremsier ist auch für Österreich ein geschichtsträchtiger Ort. Der erste Versuch, der Donaumonarchie eine moderne Verfassung mit Gewaltenteilung, Grundrechten, Föderalismus usw. zu geben, wurde hier, am Reichstag von Kremsier 1848 unternommen. Im Schloss befindet sich zudem eine Gemäldegalerie von europäischem Rang mit Bildern von Tizian (Häutung des Marsyas), Rubens, van Dyck und anderen.
Neben dem Schlossgarten ist vor allem der geometrisch streng komponierte, kunstvoll gestaltete Blumengarten (Květná zahrada) berühmt. Mit seinen Blumenbeeten, die wie gestickte Muster wirken, seiner fast 250 Meter langen Barockkolonnade, einer Vogelvoliere und einem Hasenhügel gehört der Blumengarten zu den frühesten barocken Gartenanlagen nördlich der Alpen.
Das Pálffy-Schloss Malatzka (Kaštieľ Malacky) ist ein vierflügeliger Herrensitz, der aus einem Renaissance-Schloss entstand. Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt er vor allem einer klassizistischen Umgestaltung. Nordöstlich von Marchegg gelegen, zählt Malatzka zu den bedeutendsten Adelssitzen im westslowakischen Záhorie (deutsch veraltet Windische Marchauen). Seit 2007 wird die Anlage schrittweise restauriert und kulturell neu belebt. Das für einen Adelswohnsitz der ehemaligen Donaumonarchie charakteristische Schloss ist von einem großen, romantischem Park umgeben.

SCHLOSS MILOTITZ (Milotice) ist einer der charmantesten barocken Adelssitze nahe Wien. Die Grafen Serényi von Kis-Serény schufen sich hier ein Refugium mit einem repräsentativen Schloss und einem romantischen Garten.
Mittelpunkt des Schlosses ist der farbenfrohe Freskensaal von 1725, der die Verdienste der Grafen Serény und des Hauses Habsburg verherrlicht. Der terrassierte Schlosspark, entworfen vom Garteningenieur Anton Zinner, präsentiert sich mit einer eleganten Orangerie, einem Landschaftsgarten und Pfauen. Wir haben dir Schloss Milotitz und die nahen Lavendelfelder und Mandelgärten, südöstlich von Brünn, im beliebten Artikel Lavendelfelder in Mähren: Lila Zauber gleich hinter der Grenze vorgestellt.
Schloss Namiescht in der Hanna wurde im 18. Jahrhundert als vollkommen neuer, frühklassizistischer Sommersitz mit barocken Elementen errichtet. Den Auftrag für den unverschnörkelten, französisch-eleganten Bau gab die österreichisch-tschechische Hochadelsfamilie Harrach. Das Schloss liegt in einem in Zentraleuropa einzigartigen Rundpark – der Park und seine Umfriedung haben eine Kreisform. Vom zentral im Kreis gelegenen Schloss führen exakt in die vier Himmelsrichtungen Lindenalleen radial nach außen. Im Schlossinneren kannst du die Prunkkutschen der Olmützer Erzbischöfe sowie reich dekorierte Rokoko- und Empire-Räume bewundern.

Schloss Plumenau (Plumlov) ist ein faszinierende Torso, der sich heute spektakulär präsentiert. Der Bau wurde unter den Liechtensteinern im Stil des Manierismus begonnen und nie vollendet. Heute steht nur ein Flügel einsam da und wirkt wie ein schmal gebautes Hochhaus des 17. Jahrhunderts. Ein sechststöckiger Trakt, der mehr einer gewaltigen Theaterkulisse als einem Gebäude ähnlich sieht.
Mit seiner hohen, schlanken Silhouette und seiner exponierten Lage auf einer Anhöhe über einem Teich entfaltet Schloss Plumenau eine Wirkung, die in Zentraleuropa einzigartig ist. Obwohl der Bau unvollendet, stark renovierungsbedürftig und im Grunde eine Baustelle ist, kannst du ihn im Rahmen von Führungen von April bis Oktober besichtigen.
Schloss Straßnitz ist ein Neorenaissance-Bau, der die Ausstellung von Volksmusikinstrumenten in Verbindung mit dem Skanzen Strážnice – Freilichtmuseum Südostmähren (Muzeum vesnice jihovýchodní Moravy) beherbergt. Strážnice, im Südosten Tschechiens, liegt am Baťa-Kanal (Baťův kanál), den du mit Booten befahren kannst und den wir in Zlín: Magie einer utopischen Stadt vorgestellt haben.

Schloss Tobitschau ist ein idyllischer südmährischer Landsitz südlich von Olmütz (Olomouc). Vom charakteristischen, italienisch geprägten Renaissance-Schlossturm, der von einer extrem schlanken und hohen Turmspitze überragt wird, blickst du auf die Tobitschauer Fischteiche, die den eigenen Reiz Tobitschaus ausmachen. Marcel Prawy, der bis in die Nullerjahre in Österreich TV-populäre Opernführer der Nation, war hier in jungen Jahren auf Sommerfrische bei seiner Tante Hedwig Frydmann von Prawy.
Schloss Ungarisch Ostra (Uherský Ostroh) war ursprünglich eine Wehrburg und wurde im 16. Jahrhundert zu einem Hochrenaissanceschloss mit einer Arkadengalerie im Innenhof umgebaut. Das Schloss ist das kulturelle Zentrum der Stadt, einschließlich Schlossgalerie, Schlossführungen, Schlosscafé und Touristeninformation. Der Schlossturm (Zámecká věž) kann ebenfalls bestiegen werden.

Schloss Wisowitz (Vizovice) wurde im Spätbarock für den in Wien geborenen Königgrätzer Bischof Graf von Blümegen erbaut. 1815-1945 war es im Besitz böhmischen Uradels, der Familie Stillfried-Rattonitz. Georg Stillfried, geboren 1963, setzte als Wiens Botschafter in Kairo die Adelstradition der Donaumonarchie fort, sich in der Diplomatie zu engagieren.
Von außen wirkt Schloss Wisowitz schlicht. Innen überrascht es mit einer üppigen Ausstattung im Stil des Barock, Rokoko, Empire und Biedermeier. Zum Glück ist ein großer Teil der originalen Ausstattung erhalten geblieben. Besonders schön sind der Repräsentationssaal mit großformatigen Wand- und Deckenmalereien sowie die spätbarocke Schlosskapelle, in der Architektur, Skulpturen und Gemälde harmonisch zu einer perfekten Einheit verschmelzen. Am Rand von Vizovice steht die sehr bekannte Destillerie Rudolf Jelinek (Fabriksverkauf), berühmt für ihren Zwetschgen-Edelbrand, den Sliwowitz (Slivovice).

Schloss Wesetin (Vsetín) ist ein Renaissanceschloss mit späteren klassizistischen Umbauten und einer der Standorte des Museums der Mährischen Walachei (Muzeum regionu Valašsko) im Nordosten Tschechiens. Unter anderen werden die legendären Thonet–Bugholzsessel präsentiert. Thonet hatte in Vsetín, dessen Umgebung reich an Holz ist, eine Produktionsstätte. Die berühmten, zunächst für Wiener Cafés entwickelten Thonet-Sessel wurden in alle Welt exportiert.
Letzter Eigentümer des Schlosses war die Familie Baťa, deren einstiges Wirkungsfeld wir dir in Zlín: Magie einer utopischen Stadt näher gebracht haben. Vom Schlossturm blickst du in das waldreiche Umland des Valašsko (Mährische Slowakei) in den Beskiden, die zu den Karpaten gehören.
Schloss Wischau (Vyškov), nahe Austerlitz (Slavkov u Brna), beherbergt das Museum des Wischauer Landes (Muzeum Vyškovska), unter anderen mit mährischer Volkskeramik – aus Ton hergestellter Fayence mit glatter weißer Oberfläche, die bunt bemalt wurde. Neben dem Schlosspark befindet sich der Zoo Vyškov, der sich auf einheimische Nutztierarten spezialisiert hat. Beispielsweise siehst du dort ungeahnt viele verschiedene Hühnerrassen.

Schloss Leschna (Lešná) wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Wiener Historismus für die Grafen Seilern-Aspang erbaut. Das Schloss war bereits damals mit modernster Technik ausgestattet: mit Zentralheizung, fließendem Warm- und Kaltwasser, Elektrizität und sogar einem Haustelefon. Architekt des in üppigem Makartstil ausgestatteten Schlosses war der Wiener Johann Mick.
Schloss Leschna befindet sich heute inmitten eines der schönsten Tiergärten Zentraleuropas, dem Zoo Zlín, nahe der sehenswerten utopischen Baťa-Stadt Zlín. Mehr dazu entnimmst du unserem ausführlichen Guide Zlín: Magie einer utopischen Stadt
SCHLOSS (BURG) VÖTTAU ist eine zu einem Schloss umgestaltete Burg am Rande des binationalen Nationalparks Podyjí/Thayatal. Das Schloss ist innen theatralisch-üppig im Stil des Historismus, inspiriert von der guten alten Ritterszeit, neugotisch eingerichtet. Da die einstigen Besitzer es herstellten, wird Zwiebelmuster-Porzellan gezeigt. Sowie eine berühmt-berüchtigte Riesensammlung ausgestopfter Hunde. Wir haben dir Vöttau und den großen Vranov-Stausee, an dem das Schloss liegt, im Guide Vranov-Stausee: Nordische Ruhe und exzentrische Burg näher beschrieben.

SCHLOSS ROTHLHOTTA ist ein pittoreskes kleines Renaissance-Wasserschloss, das zuerst barock und Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Wiener Architekten Humbert Walcher von Molthein für die Fürstenfamilie Schönburg im Stil der Neorenaissance umgestaltet wurde. Mit seiner roten Fassade, der Lage auf einer Felseninsel inmitten eines Teichs und der Brücke zum Ufer erfüllt es für viele die Vorstellung eines Märchenschlosses. Der österreichische Komponist Carl Ditters von Dittersdorf verbrachte auf Rothlhotta seinen Lebensabend. Wir haben dir das Schloss und seine Umgebung im Beitrag Böhmisch Kanada: Grenz-geniale Ausflüge in eine freie Landschaft vorgestellt.
SCHLOSS KRUMAU (Český Krumlov) ist eines der wichtigsten Baudenkmäler Zentraleuropas. Der prächtige Schlossturm wird oft als der schönste Europas bezeichnet. Der riesige Komplex ist das nach dem Prager Hradschin zweitgrößte Schloss Tschechiens. Das Schloss war die Hauptresidenz für drei deutsche Adelsgeschlechter – für die Rosenberger im 14./15./16., die Eggenberger im 17. und die Schwarzenberger im 18./19. /20. Jahrhundert. Ehe diese 1947 letztendlich enteignet wurden. Gegründet wurde die einstige Burg von den Witigonen (Vítkovci, benannt nach ihrem Stammvater Vítek), über die Adalbert Stifter in seinem historischen Roma Witiko schrieb.

Seine erhöhte Lage über einer Schleife der Moldau (Vltava) gelegen, ermöglicht großartige Ausblicke auf das Vorland des Böhmerwaldes (Šumava) und die unglaublich schöne, vollkommen erhaltene Altstadt. Egon Schiele, dessen Mutter eine geborene Krumauerin war, hat Altstadt und Schloss in zahlreichen Werken gemalt.
Die wertvollen Renaissance- und Barockräume wie der Maskensaal, der Rainer Maria Rilke zu einer Novelle inspirierte, die Schlosskapelle im Stil des Rokoko, das einzigartige original erhaltene Barocktheater, der schöne Schlosspark mit dem Lustschlössl Bellaria machen den Zauber des Orts aus, der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde und Gäste aus aller Welt anzieht.
Schloss Datschitz ist ein klassizistisch-schlichtes Landschlössl, umgeben von einem Englischen Garten. 1809 fiel es durch Erbschaft an die Dalbergs, deutschen Uradel. Der erste Dalberg’sche Besitzer Friedrich Karl Anton war Neffe von Karl Theodor, der in engem Kontakt zu Goethe, Schiller und Humboldt stand. Die rheinische Dalberg-Welt der Weimarer Klassik wurde somit ideell nach Mähren übertragen. Umgekehrt lieferte die Datschitzer Schlossgärtnerei Pflanzen an Karl Theodor in dessen Aschaffenburger Residenz in der Rhein-Main-Region. Dačice liegt in Böhmisch-Kanada, einem Landstrich für den wir dir im Guide Böhmisch Kanada: Grenz-geniale Ausflüge in eine freie Landschaft Ausflugstipps geben.

Schloss Frauenberg zählt wegen seiner touristischen Anziehungskraft und märchenhaften Pracht zur Top-Liga der tschechischen Schlösser. Das Schloss steht auf einem Felsen über der Moldau (Vltava) in der Nähe der südböhmischen Stadt Budweis (České Budějovice), weltberühmt für ihr Budweiser Bier. Mehr dazu bei 6 Budweis Tipps: Von Braukunst bis Baukunst.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Frauenberg unter den Schwarzenbergs im englischen Tudorstil, Im historisierenden Stil von Windsor Castle, umgestaltet. Die Schwarzenbergs hatten das englische Königsschloss 1838 als Gäste bei der Krönung von Queen Victoria kennengelernt.

Im Rahmen von Führungen werden die schönsten der über 140 Räume und ihre kostbare Ausstattung gezeigt: der Speisesaal mit eine Renaissancedecke, der Morgensalon mit der Schwarzenberg’schen Ahnengalerie, die Schlossbibliothek mit ihren barocken Regalen, die Tapisserien aus dem 17. Jahrhundert, böhmisches Glas, chinesische Vasen, orientalisches Kunsthandwerk und sächsisches Silber.
Von besonderer Schönheit ist die lichtdurchflutete Eisen- und Glasstiege, über die man zur alten Reithalle gelangt. Heute ist in dieser Aleš’s Südböhmische Galerie (Alšova jihočeská galerie), benannt nach dem Prager Jugendstil-Maler Mikoláš Aleš, untergebracht. Gezeigt werden Gemälde und Skulpturen tschechischer Künstler vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zum Schloss gehört ein Naturpark, reich an uralten Baumriesen und Fischteichen, wie sie für Südböhmen und das angrenzende österreichische Waldviertel charakteristisch sind.

SCHLOSS JARMERITZ der Familie Questenberg ist einer der größten und prächtigsten Barockkomplexe Europas. So wie sich das Schloss in Jarmeritz an der Rokytna (Jaroměřice nad Rokytnou) heute präsentiert, wurde es Anfang des 18. Jahrhunderts unter Johann Adam Graf von Questenberg geplant. In seiner Zeit entwickelte sich Jarmeritz zu einem Zentrum der Barockmusik. Giuseppe Galli da Bibiena, einer der bedeutendsten Bühnenbildner des europäischen Barock, war Questenbergs künstlerischer Berater. Questenberg gab für sein Operntheater, das nicht mehr existiert, Kompositionsaufträge an Größen wie Caldara und korrespondierte mit Bach und Vivaldi. Als mährischer Patriot veranlasste er die erste Opernaufführung auf Tschechisch, indem er L´Origine di Jaromeriz in Moravia seines Hofkomponisten František Míča auch auf Tschechisch spielen ließ.
Das Gebäude wirkt ganz wie ein österreichisches Barockschloss, was darauf hindeutet, dass es vermutlich nach Entwürfen von Jakob Prandtauer erbaut wurde. Die große Schlosskirche, zugleich Pfarrkirche, entwarf der Baumeister des Wiener Belvedere, Lucas von Hildebrandt. Höhepunkte der Prunkräume sind der luftig freskierte Tanzsaal, der große Festsaal, das Chinesische Kabinett und der Ahnensaal, der nach dem Vorbild von Wiener Ämtern verkleidet wurde. Als hätte der Graf geahnt, dass sein Wiener Palais Questenberg einmal ein solches werden würde – heute sitzt dort das Finanzministerium.

Schloss Jamnitz liegt zwischen dem grenzüberschreitenden Nationalpark Podyjí / Thayatal und Telč. Das Schloss präsentiert sich außen barock, während das Innere im Empirestil gestaltet ist. Um 1900, damals im Besitz der italienischen Hochadelsfamilie Pallavicini, wurde das Anwesen nach Entwürfen von Wiener Architekten umgestaltet. Franz Grillparzer war oft bei Graf Stadion im Schloss zu Gast und schrieb hier 1824 sein bekanntes Gedicht Entzauberung mit der berühmten Schlusszeile Und mein Indien liegt in Mähren!
Das Alte Schloss Jaispitz (Starý zámek v Jevišovicích), im Kern gotisch mit Renaissance- und Frühbarock- Umbauten, beherbergt eine Außenstelle des Mährischen Landesmuseum Brünn (Moravské zemské muzeum Brno), das dort Bauernmöbel, Tasteninstrumente und eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses präsentiert.

SCHLOSS NEUHAUS (Jindřichův Hradec) zählt zu den größten und bedeutendsten Schloss- und Burganlagen Tschechiens. Die weitläufige Anlage vereint gotische Trakte mit mittelalterlichen Fresken, mediterran anmutende offene Renaissancearkaden, einen Inneren weiß-gold-verzierten Rondell-Turm von 1596 und barocke Bauelemente zu einem beindruckenden Ensemble. Einen Führer für Schloss und Stadt Neuhaus und die unberührte Landschaft, die diese umgibt, findest du in unserem Beitrag Böhmisch Kanada: Grenz-geniale Ausflüge in eine freie Landschaft.
Schloss Mährisch Budwitz entstand aus einer mittelalterlichen Burg, wurde zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umgestaltet und später barockisiert. Heute beherbergt die Anlage das Muzeum Moravské Budějovice, ein Regionalmuseum mit Ausstellungen zur Geschichte, Kultur und Volkskunst. Einen Stadtführer durch das nahegelegene Znaim (Znojmo) haben wir für dich in Znaim: Königsstadt hoch über der Thaya zusammengestellt.

SCHLOSS TELTSCH ist Teil des sensationell geschlossen erhaltenen Renaissance-Ensembles der UNESCO-Welterbe-Stadt Telč, die von vielen als schönste mittelalterliche Stadt Tschechiens, als fast unwirklich wirkende Märchenstadt gesehen wird. Das Schloss gehört zu den bedeutendsten und schönsten Renaissance-Schlössern Zentraleuropas. Sein heutiges Aussehen verdankt sie Zacharias von Neuhaus und den von ihm beauftragten Baumeistern aus der Svizzera italiana. Unter den Bogengängen über dem malerischen Garten und in den prunkvollen Renaissance-Sälen mit ihren kunstvoll verzierten Kassettendecken fühlst du dich wie in einem reichen italienischen Palazzo.
Der Komplex von Schloss Trebitsch war ursprünglich ein Kloster, das später zum Schloss umgebaut wurde. Heute beherbergt das Schloss das Vysočina-Museum, das Museum der Böhmisch-Mährischen Höhe. Das Schloss ist baulich mit der Basilika St. Prokop verbunden und damit Teil des Trebitscher UNESCO-Welterbe-Ensemble Basilika St. Prokop & Jüdisches Viertel. Mehr über Trebitsch, 60 km nördlich von Retz, und sein einzigartiges, bis heute sichtbares Nebeneinanders christlicher und jüdischer Kultur erfährst du in unserem Guide Třebíč: Jüdisches und christliches Welterbe in einer Stadt vereint.

Das mächtige Renaissance-Schloss Wittingau, unweit von Litschau (Endstation der wunderbaren Waldviertelbahn), wurde vom berühmten böhmischen Adelsgeschlecht der Rosenberger errichtet. Diese entstammen dem Geschlecht der Witigonen (Vítkovci), von dem sich der deutsche Name der Stadt, Wittingau, ableitet. Besonders erwähnenswert sind die Renaissance-Innenräume und eine schöne Treppe aus dieser Zeit. Der riesige Schlosspark liegt am berühmten, 201 Hektar großen Fischteich Svět (Welt). Am gegenüberliegenden Ufer steht das Mausoleum der Schwarzenberg (Schwarzenberská hrobka), der letzten Schlossbesitzer vor ihrer Enteignung im 20. Jahrhundert.
Schloss Ungarschitz war früher im Eigentum der aus der Lombardei stammenden fürstlichen Familie Collalto. Die Schlossanlage zählt zu den größten der tschechischen Länder.

In kommunistischer Zeit ließ man das Juwel verwahrlosen, weil es zu nahe an der Grenze zu Österreich, zum (damals so genannten) kapitalistischen Ausland, lag. Seit Mitte der 1990er Jahre wird die imposante Anlage mit ihren Renaissance-Arkaden-Höfen – einem weiten einstöckigen und intimeren zweistöckigen – sowie malerischen Sälen und Räumen des 18. und 19. Jahrhunderts restauriert. Mit dem Schloss verbunden ist eine romantisch gestaltete Kulturlandschaft mit Parkbauten, wie einem Aussichtsturm in Form einer künstlichen Ruine.
Das prachtvolle SCHLOSS FRAIN AN DER THAYA ist eines der eindrucksvollsten Barockschlösser Zentraleuropas. Seine majestätische Lage hoch über dem Thayatal, die elegante Architektur und die prachtvollen Innenräume werden dich begeistern.

Der Ahnensaal ist ein Meisterwerk des österreichischen Barock-Genies Fischer von Erlach – atemberaubend in seiner Raumwirkung und der exponierten Lage am Felsabhang samt vorgelagerter Aussichtsterrasse. Von ihr siehst du auf die bewaldeten Landschaften des tschechisch-österreichischen Nationalparks Podyjí/Thayatal. Eine ausführliche Beschreibung zu diesem Wiener Top-Ausflugsziel und seiner Umgebung geben wir dir im Beitrag Barockschloss Vranov: Märchenschloss auf hohem Felsen.
Schloss Saar war ursprünglich ein barockes Zisterzienserkloster, das Ende des 18. Jahrhunderts als Schloss adaptiert wurde. Highlights sind die Stallungen mit ihren eindrucksvollen Gewölben von Jan Blažej Santini-Aichel und der Hauptsaal mit einem Deckengemälde von Karel Tepper. Lediglich zwei Kilometer vom Schloss entfernt befindet sich die UNESCO-Welterbestätte Wallfahrtskirche Zelená Hora (Grünberg).
Hoch über der Donau thront das beeindruckende Burgschloss Pressburg (Bratislava, Poszony, slowakisch bis 1919 Prešporok), das Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt Bratislava und die einstige Krönungsburg der ungarischen Könige. Von seinen beeindruckenden Aussichtsterrassen eröffnet sich dir ein herrlicher Panoramablick über die Altstadt, die Donau und die Hundsheimer Berge, die österreichischen Karpaten.

Die Geschichte der Burg reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Ab dem 16. Jahrhundert begann die Umwandlung zu einem Schloss, die 1766 unter Maria Theresia abgeschlossen war. 1811 brannte das Habsburgische Burgschloss, ausgelöst durch Unachtsamkeit von Soldaten, nieder. Ab den 1950er-Jahren begann man es zu rekonstruieren. Heute ist das Gebäude Sitz des Historischen Museums des Slowakischen Nationalmuseums (Historické múzeum Slovenského národného múzea); siehe dazu Bratislava Weihnachten: Pracht und Genuss in Alt-Pressburg und den Guide zum Bratislavaer Danubiana Museum Danubiana: Modern Art in grandioser Kulisse. Der barocke Theresianische Schlossgarten wurde 2016 wieder hergestellt.
Schloss Unterkrupa, 70 km nordöstlich von Bratislava, ist ein klassizistisches Herrenhaus. Es war Sitz der ungarischen Grafenfamilie Brunsvik, engsten Freunden Ludwig van Beethovens.

Beethoven soll mehrmals in Unterkrupa zu Gast gewesen sein. Franz Brunsvik widmete er seine Klaviersonate Appassionata. Josephine Brunsvik könnte Beethovens geheimnisvolle, allerdings verheiratete Unsterbliche Geliebte gewesen sein. Ihrer Cousine Julie Guicciardi widmete er die Mondscheinsonate. Viele vermuten, dass der romantische Park von Unterkrupa ihn zu dieser inspirierte.
Von der einst prachtvollen Ausstattung dieses schönen Parks sind heute noch eine künstliche Grotte, einer der früher drei Teiche und ein Mammutbaum erhalten geblieben. Das Gärtnerhäuschen beherbergt ein Beethoven-Museum, das Schloss einen Teil des Musikmuseums des Slowakischen Nationalmuseums.
Das Gelbe Schlössl (Sárga kastély, Žltý kaštieľ) ist ein elegantes Barockschlössl des 18. Jahrhunderts. Im Kreis Dunajská Streda, südöstlich des Kreises Bratislava, geben über 70% der Bevölkerung Ungarisch als Muttersprache an. Der gleichnamige Hauptort liegt inmitten der Großen Schüttinsel, der größten Flussinsel Europas, deren alter Name Kukkónia heute wiederverwendet wird. Das Schlössl beherbergt das Museum der Schüttinsel (A Csallóközi Múzeum, Žitnoostrovské múzeum). Mehr über die Schüttinsel erfährst du in unserem Beitrag Danubiana: Modern Art in grandioser Kulisse.
Schloss Károlyi (Károlyi-kastély) ist ein neoklassizistisches Gebäude, das heute ein Europäisches Kulturbegegnungszentrum und Hotel beherbergt, täglich Schlossführungen anbietet und über einen weitläufigen Park verfügt.
Schloss Bösing (Pezinský zámok) ist ein Renaissanceschloss, das im 19. Jahrhundert von der Familie Pálffy, ungarischer Uradel, romantisch umgestaltet wurde. Ein neuer Teil des Schlosskomplexes wird heute als Hotel geführt. Die historisch behutsam restaurierten Schlossräume, mit Gemälden und Barock-Möbeln, eine Glasgalerie mit wertvollen Kunstwerken zeitgenössischer Künstler sowie eine Sammlung von 22 historischen JAWA-Motorrädern können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Das Pálffy-Schloss Smolenitz liegt an der Kleinkarpatenweinstraße. Inspiriert vom romantischen Umbau (ab 1874) von Burg Kreuzenstein bei Wien, ließ die Besitzerfamilie Pálffy ihr Anwesen ab 1877 ebenfalls zur Phantasie-Märchenburg umwandeln. Das Schloss befindet sich am nördlichen Ende der Kleinen Karpaten, deren südliche Ausläufer in Österreich liegen. Nikita Chruschtschow übernachtete 1961, vor seinem Wiener Gipfeltreffen mit John F. Kennedy, auf dem Schloss.
Das Esterházy-Schloss Totis (Esterházy kastély Tata) stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es liegt in traumhafter Lage direkt am Alten See von Totis (Öreg-tó Tata), genau zwischen Győr und Budapest. Das im Inneren im Stil des Neorokoko umgestaltete Schloss präsentiert sich seit 2020 umfassend restauriert.

Das Habsburgische Schloss Kleintopoltschan wurde vom Wiener Hofarchitekten Alois Pichl (Sparkassengebäude am Graben, Palais Niederösterreich) klassizistisch umgestaltet. Bis 1918 war es Sommersitz des ungarischen Zweiges der Habsburger, anschließend Sommerresidenz der Staatspräsidenten der Tschechoslowakei. Zu besichtigen ist unter anderen das einstige Arbeitszimmer von Tomáš Garrigue Masaryk. Das Mobiliar stammt zum Großteil noch von den Habsburgern.
Im Eulenschlössl (Soví zámoček) befindet sich das Museum Zselíz (Múzeum Želiezovce). In einem der Zimmer des Gebäudes, das damals als Inspektionshaus diente, verbrachte Franz Schubert den Sommer 1824. Es ist heute als Gedenkraum eingerichtet. Schubert unterrichtete in Zselíz während der Sommer 1818 und 1824 die Töchter des Fürsten Esterházy. Das dazugehörige Esterházy-Schloss Zselíz (Kaštieľ Esterházyovcov Želiezovce) befindet sich in Restaurierung.
Schloss Migazzi (Kaštieľ Migazzi) ist ein barock-klassizistisches Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, errichtet von der Adelsfamilie Migazzi, die ursprünglich aus Oberitalien stammt. Das Schloss beherbergt eine Expositur des Regionalmuseums Nitra (Ponitrianske múzeum).

Das Batthyány-Schloss Kirment fungiert heute als Batthyány-Strattmann Museum. Der repräsentative klassizistisch-barocke Adelspalast aus dem 18. Jahrhundert war Mittelpunkt der Adelsfamilie Batthyány, einem der bedeutendsten Geschlechter der Habsburgermonarchie. Ihre Stammburg war Burg Güssing (Németújvár) im Südburgenland, 25 Kilometer westlich von Körmend. Im Museum des Schlosses befindet sich auch eine große schuhgeschichtliche Sammlung.
Das ESTERHÁZY-SCHLOSS ESZTERHÁZA in Esterház (heute Fertőd) ist die größte Barock-Rokoko-Palastanlage Ungarns und eines der bedeutendsten Schlösser Europas. Die prachtvolle Residenz, südlich des Neusiedler Sees (Fertő tó) gelegen, wurde so, wie sie sich heute darstellt, im 18. Jahrhundert von Fürst Nikolaus I. Esterházy errichtet.

Wegen seiner Größe und Eleganz trägt Eszterháza den Beinamen Ungarisches Versailles. Die aufwendig restaurierten prunkvollen Säle und die weitläufigen Parkanlagen geben einen Eindruck davon, wie der Prachtliebende Nikolaus I. hier Hof hielt und feierte. Die Sommer verbrachte er in Esterház, die Winter in der Schwesterresidenz in Eisenstadt. Beide Schlösser waren Wirkungsstätten des Komponisten Joseph Haydn, der hier viele Jahre als Hofkapellmeister tätig war und die Orte zu Zentren der Musikgeschichte machte. Mehr über Schloss Eszterháza und seine Umgebung erfährst du in unserem Beitrag Schloss Esterháza in Fertőd: Ungarns Versailles nahe Wien.

Wegen seiner märchenhaften, imposanten neobarocken Anlage ist SCHLOSS FESTETICS IN KESTHELL das meistbesuchte Schloss Ungarns. Die prachtvolle Residenz der Adelsfamilie Festetics an der Westspitze des Plattensees (Balaton) beherbergt die authentisch erhaltenen Wohnräume der Festetics, die dir einen Einblick in die Wohnwelt des Adels im 19. Jahrhundert geben.
Besondere Erwähnung verdienen die berühmte Helikon-Bibliothek, die einzige vollständig erhaltene aristokratische Privatbibliothek Ungarns, die Kutschen- und Oldtimersammlung, der Schlosspark, der schönste seiner Art in Ungarn, und die Orangerie. Wir haben dir das Schloss und seine Umgebung im Grenzgänger Teil 17 Hévíz und West-Balaton: Weltgrößter Thermalsee und tropisches Flair näher gebracht.
Schloss Nádasdy, im neugotischen Tudorstil nach Plänen von Alajos Hauszmann erbaut, wurde 2021 generalsaniert. Seitdem präsentieren sich sämtliche Schlossräume, Bibliothek, Ahnensaal, Wintergarten sowie der 26 Hektar große Landschaftspark samt Teich wieder in alter Pracht. Bis 1945 war das Schloss, zwischen Plattensee (Balaton) und Stuhlweißenburg (Székesfehérvár) gelegen, einer der Stammsitze der berühmten Adelsfamilie Nádasdy. Diese besaßen auch Schächtitz (Čachtice), die Burg der Blutgräfin Báthory, zu der wir dich in Blutgräfin-Burg Čachtice: Einer der gruseligsten Orte der Welt geführt haben.
Das klassizistische Schloss Széchenyi (Széchenyi-kastély) liegt in Großzinkendorf (Nagycenk), einer Nachbargemeinde des burgenländischen Deutschkreutz. Es war der Stammsitz der berühmten ungarischen Adelsfamilie Széchenyi.

István Széchenyi, in Wien geboren, fand in Nagycenk seine Heimat und im Széchényi-Mausoleum seine letzte Ruhestätte. Als adeliger Reformer, Landtagsabgeordneter und Minister führte er im frühen 19. Jahrhundert Ungarn in die Moderne. Mit Initiativen wie der Förderung der Industrialisierung, Gründung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der ersten festen Donaubrücke (Budapester Kettenbrücke). Deshalb wird Széchenyi häufig als der größte Ungar bezeichnet.
Das Schloss in Nagycenk ist heute eine Gedenkstätte und ein Museum für ihn und seine Familie.
Das Esterházy-Schloss Poppa ist eine Barockresidenz französischer Prägung, streng symetrisch, mit offenem Ehrenhof und Mansardendach. Heute siehst du im Schloss Poppa, auf halbem Weg zwischen den Steppenseen Neusiedler See (Fertő tó) und Plattensee (Balaton) gelegen, eine Ausstellung zur Stadt- und Schlossgeschichte sowie teilweise rekonstruierte historische Räume. Otto Nicolai, der Gründer der Wiener Philharmoniker, war auf Schloss Poppa Gast der Esterházys und komponierte hier das Finale des Ersten Akts seiner Meisteroper Die lustigen Weiber von Windsor. Wegen der Bedeutung der Stadt für die ungarische reformierte Kirche ist das Schloss von einer einzigartigen Konzentration historischer Kirchen umgeben.

Schloss Nádasdy in Sárvár (sár-vár wörtlich übersetzt: Schlamm-Burg) befindet sich etwa zwei Drittel des Weges zwischen Wien und dem Plattensee (Balaton). Im Inneren der fünfeckigen Renaissance-Anlage sind ein Prunksaal mit Fresken des 17. Jahrhunderts, eine reiche Porzellansammlung der bayerischen Wittelsbacher und eine Ausstellung zu den Husaren zu sehen.
Ursprünglich war das Schloss eine Wasserburg im sumpfigen Gelände des Flusses Raab (Rába). Einen Guide für einen perfekten Wiener Tagestrip in die gleichnamige Stadt Raab (ungarisch Győr), an der Mündung der Raab in die Donau, haben wir für dich in Győr: alle Tipps für die Bilderbuch-Stadt am Wasser zusammengestellt.

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Der erfahrene Kulturjournalist (ehemals Bühne, Wien exklusiv, Stil Ikonen usw.) berichtet bei den Helden der Freizeit über Eventhighlights und in seiner beliebten Grenzgänger-Serie über erstaunliche Ausflugsziele nahe der österreichischen Grenze.