Vom lässigen BIBIZA über die kaum in Genre-Grenzen zu zwängende Experimentierfreude von Bilderbuch bis zum Indie-Charme von My Ugly Clementine. Von Bamlak Werners sehr persönlichem Einstehen für die eigene Identität, Uche Yaras Multiinstrumentalismus und Matheas sommerlichem Neustart bis hin zu RAF Camoras monumentalem FOREVER RR. Wir zeigen dir die spannendste neue Musik, die der österreichische Sommer 2026 zu bieten hat. Ob umfangreiche Alben, kommende Singles für lange Tage und noch längere Nächte: Im Juni, Juli und August zeigt sich die heimische Musikszene einmal mehr in ihrer ganzen Bandbreite. Etablierte Größen treffen auf spannende Newcomer:innen, Indie und Pop auf Rap, Rock, Dialekt und elektronische Experimente. Und weil neue Musik am Ende vor allem gehört werden will, findest du unten wieder unsere Spotify-Playlist mit den vorgestellten Releases und weiteren Empfehlungen aus Österreich zum Durchhören.
von Patrick Meerwald, 20. 8. 2026
Sommermusik muss nicht zwangsläufig nach Freibad und unbeschwertem Dauergrinsen klingen. Die österreichischen Neuerscheinungen der vergangenen Wochen liefern dafür genügend Gegenbeweise. Da wird getanzt, gehadert, losgelassen, sich selbst behauptet, Wien besungen und auch einmal ziemlich tief in die eigene Gefühlswelt gegriffen. Gleichzeitig gibt es genügend Songs, die einfach verdammt viel Spaß machen.
Unsere Auswahl neuer Musik made in Austria führt euch durch einen Sommer, der musikalisch deutlich mehr als nur einen passenden Soundtrack für heiße Tage bereithält.
Mit FOREVER RR erweitert RAF Camora die ohnehin schon sehr umfangreiche FOREVER-Ära noch einmal beträchtlich. Mit 30 Tracks ist dieses Piece neue Musik alleine quantitativ schon mehr als außergewöhnlich. Das Album deckt dank der großen Anzahl an Titeln seine stilistische Vielfalt bestens ab: Vom düsteren Rap seiner Anfangsjahre über stärkere Dancehall-Einflüsse bis hin zu jenem großformatigen Sound, mit dem er solo und gemeinsam mit Bonez MC einige seiner größten kommerziellen Erfolge feierte, lässt er gefühlt nichts aus. Und doch gibt es auch ausreichend Wow-Momente, die zeigen, wie sehr er doch trotz alt-bekannten Assets genug Rap-Innovation verpacken kann.

Der nächste Langspieler, der auch dessen Namen verdient, kommt aus dem Hause Rainhard Fendrich: Auf 34 Songs oder anders gesagt mehr als zwei Stunden Programm blickt der Austropop-Veteran mit 45 Jahre (Live) musikalisch ausführlich auf mittlerweile viereinhalb Jahrzehnte seiner Karriere zurück. Aufgenommen wurde während seiner Jubiläumstour 2025 unter anderem in Klagenfurt und in der Wiener Stadthalle. Dank des Live-Charakters bekommen selbst die bekanntesten Hits darauf noch einmal einen ganz frischen authentischen Anstrich. Das Publikum selbst wird beinahe zum Extra-Instrument, wenn es mitsingt oder den wohlverdienten Applaus Fendrich widmet.
Höre dir hier unser Ranking der besten Fendrich Lieder an!
Vier Jahre nach For Someone veröffentlicht Filiah mit A Deep Breath Out ihr zweites Album. Der Titel der Platte beschreibt ziemlich treffend, worum es emotional immer wieder geht: Dinge zu verarbeiten, loszulassen und sich den Raum zu nehmen, den es dafür braucht. Besonders schön bringt It’s Always Winter (Until It Is Not) einen Teil davon auf den Punkt. Auch Zustände, die sich lange unveränderbar anfühlen, können irgendwann vorbeigehen. Musikalisch entwickelt Filiah ihren Singer-Songwriter- und Folk-Ausgangspunkt weiter. Indie und Pop nehmen mehr Raum ein, ohne die Intimität ihrer Musik zu verdrängen. Gerade diese Mischung tut A Deep Breath Out gut, weil die persönlichen Themen dadurch nicht unnötig beschwert werden. Gleichzeitig wirkt das Album nicht so, als müsste am Ende jedes Problem gelöst sein. Der namensgebende tiefe Atemzug nach draußen kann schließlich auch einfach bedeuten, dass etwas ein wenig leichter geworden ist.
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Der Wiener BIBIZA kommt bekanntlich ursprünglich aus dem Rap, hat dessen Grenzen aber längst weit geöffnet und bisweilen auch mit anderen Musikrichtungen in Beziehung gebracht. Genre-Mixes wurden spätestens rund um Wiener Schickeria mehr als salonfähig. Auf seinem Neuling rückt vor allem die Band stärker ins Zentrum. Das verändert auch BIBIZAs eigene Rolle innerhalb der Songs ziemlich. Er tritt zunehmend als Frontmann und nicht mehr als Einzelunterhalter auf, während beispielsweise Gitarren selbst bestimmen können, wohin sich ein Song entwickelt. Eine Dynamik, die sich gerne fortsetzen darf. Der Begriff Rock ‘n’ Roll passt hingegen zu jener gesamten Welt, die Franz Bibiza in den vergangenen Jahren um seine Musik aufgebaut hat. Wien, Nachtleben, Mode, Videos und Musik greifen ineinander. Dass BIBIZA trotzdem genügend Selbstironie mitbringt, verhindert, dass die Inszenierungspassagen auf dem Album zu ernst genommen werden (müssen).

Mit Neubau Alone veröffentlicht Der Nino aus Wien bereits sein 13. Studioalbum. Der Titel verbindet dabei zwei Dinge, die in seiner Musik seit Jahren eine wichtige Rolle spielen: Wien als Lebens- und Beobachtungsraum und jene persönlichen Momente, für die seine Songs oft nur wenig musikalische Ablenkung benötigen. Genau darauf setzt auch Neubau Alone. Die reduzierte Instrumentierung gibt Stimme und Songwriting entsprechend viel Platz. Dieses musikalische Storytelling lässt selbst die kleinste vermeintliche Nebensächlichkeit in einer Wichtigkeit erstrahlen. Eine Konsistenz, die sich durch die immer weiter wachsende Diskographie des Liedermachers als roter Faden zieht.
Lies hier unser großes Interview mit Nino aus Wien, wie er zu Hits steht, welche ihn begleitet haben und warum er selbst keine schreibt.
Mit ANNA setzt Bamlak Werner ihre Veröffentlichungsserie 2026 fort. Zuvor erschienen bereits We Are Not Just One Thing, mit dem sie beim ESC Vorentscheid viel Sympathie erhielt und Mare Usiki. ANNA ist ein unmittelbarer und persönlicher Song. Er zeigt die Sängerin, die als diejenige wahrgenommen werden möchte, was schon mit dem Namen anfängt. In ihrer Kindheit ließ sich Werner mit “Anna” rufen, weil ihr Umfeld (absichtlich oder nicht) “Bamlak” nicht aussprechen konnte. Somit ist der Titel vielmehr als nur ein Name. Es geht auch nicht nur um die Person Bamlak Werner. Das gesamte Lied ist ein Einstehen für sich selbst, für das eigene Tun, die eigene Identität.
Mit Dreh Die Box Auf veröffentlicht Carlos Emilio einen Song, dessen Titel zunächst eine ziemlich klare Aufforderung liefert. Und wie entspannt es sich ohne den machthungrigen Opas (Putin, Trump, Tech-Milliardäre) leben könnte. Dahinter steckt allerdings auch ein Gedanke, der viel mit seinem eigenen Zugang zum Schreiben zu tun hat. Lange Zeit verlor sich Carlos zu sehr in der Suche nach Perfektion bei seinem kreativen Schaffen. Und es war egal ob beim Recording oder für seine Konzerte. Das legt er immer mehr ab: Mittlerweile schreibt er Texte und Gedichte, deren ursprüngliche Essenz nicht durch zu viele Überarbeitungen verloren geht. Dazu passt auch die kurze Laufzeit dieser Nummer. Dreh Die Box Auf ist nach 1:53 Minuten wieder vorbei. Der Song versucht nicht, irgendeine eine Idee künstlich auszudehnen, sondern endet, wenn alles Wesentliche gesagt ist.
Following You erweitert Stellas Marias musikalische Vielfalt um eine deutlich bewegtere Facette. Die Single setzt stark auf Dance-Pop und ist gleichzeitig ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zu ihrem geplanten Debütalbum. Der Sound ist äußerst international, man will sofort mittanzen. Dabei unterstützend wirkt das Musikvideo, bei dem sich die junge Sängerin ordentlich ins Zeug legte. Die erst 16-jährige Sängerin arbeitete für ihre aktuellen kommenden Releases gemeinsam mit dem renommierten norwegischen Produzenten Martin Kleveland – auch bekannt als Martin K – und der bulgarischen Popsängerin Eva Parmakova zusammen. Insgesamt sind aus dieser Collab 11 Titel entstanden, von denen vier bereits Releases hatten. Das gesamte Album soll 2027 erscheinen. Bis dahin wird bereits einiges davon nach und nach hörbar.
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Mit Daunzn versuchen Seiler und Speer jene Monate aufzuarbeiten, in denen vor allem Christopher Seiler selbst für Schlagzeilen sorgte. Erst wählt das Duo den Weg über Selbstironie, Überzeichnung und den gewohnt tiefschwarzen Schmäh. Seilers Rap bewegt sich immer sehr nah zwischen lustig und Grenzen überschreitend. Aus dem ständig wiederkehrenden „Host scho keat?“ entwickelt sich eine immer absurdere Gerüchteküche, CIA, Stanglwirt, erschossene Hunde und ein Flugzeug im Kreisverkehr. Diese Parts sind die großen Stärken im Song. Umso kritischer zu betrachten sind die sehr realen Anspielungen auf Seilers Fehlverhalten, die genauso im Lied vorkommen. Seiler spielt mit dem eigenen Absturz und lässt sogar den Gedanken anklingen, nur noch über seinen Skandal definiert zu werden. Dadurch drängt er sich selbst in die Opferrolle, was bei aller legitimer Ironie in dem Titel nach dem Eklat keinen Platz haben sollte. Es vermittelt viel eher den Eindruck, er hätte die Tragweite seines Tuns noch nicht verstanden.
„I’m not the Other, I’m the One“ bringt den Kern auf den Punkt: Raus aus der Nebenrolle, weg von Fremdzuschreibungen und hin zur eigenen Stimme. Lilith macht Schluss damit, den eigenen Wert in die Hände anderer zu legen. Sängerin BIRCH! bedient sich dafür ausgerechnet jener mythologischen Figur, die sich in ihrer modernen Rezeption von der dämonisierten Frau zur Symbolfigur weiblicher Selbstbestimmung gewandelt hat. Dabei brüllt Lilith die Empowerment-Botschaft nicht einfach heraus, sondern lässt sie wachsen. Streicher und Drums schaffen zunächst den Boden, Synthesizer halten sich zurück. Während BIRCH!s Gesang die Spannung aufbaut, bricht musikalisch jene Kraft auf, die der Song inhaltlich einfordert. Dabei wird aus reinem Confidence-Boost mehr als eine bloße Durchhalteparole: Lilith erzählt von jenem Moment, in dem Selbstbestimmung etwas ist, das man tatsächlich zu leben beginnt.
Scham ist bei TULATU (Lea Andexlinger) nicht bloß Thema eines Songs. Sie ist der Ausgangspunkt für ein ganzes Projekt. Ashamed selbst bleibt dabei dessen musikalisches Zentrum: knapp drei Minuten, in denen Andexlinger sehr persönliche Erfahrungen verarbeitet. Sie stellt sich genau jenem Gefühl, das Menschen normalerweise eher davon abhält, über diese Erfahrungen zu sprechen. Dazu entstand ein Musikvideo. Doch TULATU geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. In einer eigenen Minidokumentation (das Lied beginnt etwa bei 7:30 Minuten) öffnet sie ihre Geschichte für andere und lässt Menschen über Essstörungen, Sucht, Körperwahrnehmung und sexuelle Orientierung sprechen.
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Mehr InformationenDarunter ist auch Günter Goiginger, Stiefvater des Regisseurs Adrian Goiginger, der von seiner jahrelangen Drogensucht erzählt. Tänzerin Elisa Ferstl schildert ihre Erfahrungen mit Körperbildern und Scham aus ihrer Zeit im Ballett. Andexlinger selbst spricht offen über ihr gestörtes Essverhalten, über Kontrolle, die schließlich in Kontrollverlust umschlug, und über ihre Selbstwertprobleme. Gerade dadurch ergänzen sich Song und Film so gut: Ashamed gibt dem Thema eine musikalische und persönliche Form. Die Doku davor liefert den Hintergrund und zeigt, wie unterschiedlich Scham aussehen kann. Bemerkenswert ist, dass TULATU nicht versucht, aus den Geschichten ein möglichst glatt aufgelöstes Empowerment-Narrativ zu machen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie überhaupt erzählt werden.

Herzschmerz war gestern, jetzt darf das eigene Leben wieder Spaß machen. Lika Doss läutet auf Sorry Not Sorry eine neue Ära ein und lässt damit auch die Gefühlswelt ihres Debütalbums Ein bisschen Heartbreak killt mich nicht ein Stück weit hinter sich. Gemeinsam mit Julia Kautz sowie den Produzenten Paul Katzmayr und Wolfgang Pammer richtet die Linzer Sängerin den Blick diesmal weniger auf das, was wehgetan hat, sondern auf das, was danach kommt. Selbstliebe, innere Stärke und eine gehörige Portion neu gewonnener Lebensfreude stehen dabei ganz oben auf der Liste. Der titelgebende Schmäh funktioniert entsprechend gut: Für den eigenen Glow-up wird sich hier ganz bestimmt nicht entschuldigt. Und wem die neue Lika Doss nicht passt? Sorry, not sorry. By the Way: Auch ein super Soundtrack für einen fröhlichen Linz-Trip. Schau dir dazu unsere 13 Linz-Tipps an, wie du in der unterschätzten Stahlstadt einen lässigen Tag verbringst. Dort kannst du Lisa Doss das nächste Mal am 28. 8. in der Soundtram und am 6. 9. beim Brückenpicknick live erleben.
Manche Dinge trägt man länger mit sich herum, als einem lieb ist. Auf In der Prägungsschleife machen KOAN AKKU genau daraus Musik und fragen sich, wie sehr das eigene Denken eigentlich von all dem bestimmt wird, was sich über Jahre darin festgesetzt hat. Bevor sich alte Muster durchbrechen lassen, muss man sie schließlich erst einmal als solche erkennen. KOAN AKKU verpacken diese durchaus schwere Kost in ihre charakteristische Mischung aus Alternative Rock und Nu Metal im Tiroler Dialek. Sie bleiben dabei angenehm weit davon entfernt, am Ende auch noch die passende Gebrauchsanweisung fürs Leben mitzuliefern. Vielmehr darf sich die titelgebende Schleife aus Prägung, Hinterfragen und neuerlichem Hinterfragen ruhig ein paar Mal drehen. In der Prägungsschleife ist ein weiterer Vorgeschmack auf das Debütalbum Kleinkariertes Denken, das am 25. September erscheint.

Es muss ja nicht immer gleich die ganz große Liebe sein. My Ugly Clementine entdecken auf This Is Nice lieber den Reiz daran, einen Menschen einfach verdammt gern zu haben – ohne deshalb schon die gemeinsame Zukunft durchplanen zu müssen. Ganz ohne Altlasten funktioniert das freilich nicht: Alte Muster melden sich, das eigene Healing wird lieber einmal zu viel analysiert und irgendwo schwingt stets die Sorge vor Herzbruch mit. Gleichzeitig ist da aber jemand, dessen Nähe sich schlicht gut anfühlt. Genau in diesem Dazwischen macht es sich This Is Nice gemütlich und wird zum angenehm unaufgeregten Indie-Rock-Song über Casual Dating. Bei diesem muss noch niemand wissen, was daraus einmal wird. Nach You Won, Head In The Air, Confidence und Unlawfully Wedded liefert die Band einen weiteren Vorboten auf ihr neues Album Apply Autonomy, das am 4. September erscheint.
Mit summer at 3am setzt WOLFISH ihre derzeit ausgesprochen spannende Entwicklung konsequent fort. Die Linzer Sängerin jongliert erfolgreich zwischen Dark Pop, Alternative Pop und elektronischen Einflüssen. Vor allem aber versteht sie es dabei, ihren Songs eine eigene kleine Welt mitzugeben. Das beginnt diesmal bereits beim Titel: Sommer um drei Uhr morgens, wenn der eigentliche Abend längst vorbei sein könnte, man selbst aber noch mittendrin steckt. Genau dieses schwer greifbare Gemisch aus nächtlicher Euphorie, Nähe und Melancholie fängt summer at 3am ein. Dabei lebt der Song einmal mehr von WOLFISHs Gespür für musikalisches Storytelling und einer sehr atmosphärischen Produktion. summer at 3am ist vor allem ein verdammt guter Beleg dafür, wie viel Charakter ihre Musik besitzt.
UCHE YARA meldet sich auf hello hello nicht einfach nur zu Wort, sondern will gehört werden. Die österreichische Multiinstrumentalistin (mittlerweile auch bei Bilderbuch dabei) richtet den Blick auf eine Welt, in der zwar ständig Informationen auf uns einprasseln, tatsächliches Zuhören und Mitgefühl aber gerne auf der Strecke bleiben. Entsprechend wird das titelgebende „hello hello“ weniger zur freundlichen Begrüßung als zum Versuch, die allgemeine Gleichgültigkeit einmal ordentlich wachzurütteln. Musikalisch verbindet UCHE YARA diese Dringlichkeit mit ihrem experimentierfreudigen Zugang zwischen Alternative Pop, elektronischen Sounds und Club-Energie, ohne sich dabei allzu bequem in einem Genre einzurichten. Nach dem im Juni erschienenen Titelsong ist hello hello der zweite Vorbote auf ihr Debütalbum BODYSCANNER. Am 25. September folgt schließlich das komplette Werk mit insgesamt elf Songs.
Drei Monate nach PRADA SONNENBRILLE setzen MAYAA und Danyela ihre Zusammenarbeit mit Fratiboy fort. Am 31. Juli erschien mit Gut Gehn’ (Liebesbrief an Wien) bereits die zweite gemeinsame Single des Trios. Dieser Song versprüht viel Happiness, zählt auf relaxede Art und Weise die Lieblingsspots, Drinks und vieles mehr der beiden Sängerinnen in der Bundeshauptstadt. Dabei zeigt sich die Liebeserklärung an die Stadt vor allem in seiner Vielfalt. Es ist die Mischung aus vermeintlichen typischen Wiener Highlights und Personal-Schmankerl-Spots, die den Song so eingängig und zugänglich machen Der cozy und gleichzeitig dancy Vibe dieser Nummer macht ihn zu einem Fixstarter für Sommerpartys und Sommerplaylists.
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Mehr InformationenZahlen als Beweis ist bereits der zweite neue Bilderbuch-Song dieses Sommers. Nach Push Reality Anfang Juni legen Maurice Ernst und Co. Anfang August nach. Dieser Neuling gehört zur nächsten Albumphase der Band und ist ein weiterer Vorgeschmack auf ∞+1. Auf das gesamte Werk muss man allerdings länger warten als ursprünglich gedacht: Statt am 18. September erscheint das neue Bilderbuch-Album nun am 9. Oktober 2026. Das Lied unterstreicht dabei gleichzeitig, wie sehr die Band bei all den stilistischen Verschiebungen das Experimentelle und das musikalische Ausprobieren zelebrieren. Egal ob Indie-Rock über Funk und Art-Pop bis zu elektronischeren Spielarten: Sich in ihrer Kreativität begrenzen ist nicht die Sache von Ernst und Co. Außerdem spielen sie einmal mehr mit einer Sprache, die bei ihnen selten nur das bedeutet, was zunächst dasteht.
Manche Freundschaften haben irgendwann das Problem, dass „Freundschaft“ als Bezeichnung fast zu klein wird. Julian le Play und LEMO landen bei Brüder und machen genau daraus ihre erste gemeinsame Single. Beide entwickeln ihre Lieder gerne aus persönlichen Beobachtungen und brauchen dafür keine unnötig komplizierte Sprache. Brüder erzählt von Verlässlichkeit und einer Nähe, die nicht über denselben Familiennamen definiert werden muss. Auch musikalisch muss keiner der beiden seinen Platz an den anderen abtreten. Die Stimmen funktionieren nebeneinander, statt die Zusammenarbeit nach Hauptact und Feature aufzuteilen. Für Julian le Play ist es nach Liebeslied und 2 Herzen bereits das nächste neue Material 2026.

Mit Draußen Sein setzt Mathea jene neue Schaffensphase fort, mit der sie sich 2026 wieder deutlich musikalisch zurückgemeldet hat. Seit März erschienen mit Boomboompow, Pfeil und Bogen und Einfach Nichts gleich drei weitere neue Songs, Mitte August folgt nun eine Nummer, die den Blick hinaus aus den eigenen vier Wänden richtet. Draußen Sein lebt dabei von einem ziemlich einfachen Bedürfnis: raus, unterwegs sein, den Sommer mitnehmen und für eine Weile weniger darüber nachdenken, was als Nächstes kommt. Mathea bleibt bei jener direkten Sprache, die ihre Musik seit 2x auszeichnet. Musikalisch hält Draußen Sein entsprechend wenig von Schwere. er Song Teil eines größeren Neustarts: Mathea arbeitet an ihrem zweiten Studioalbum und lässt davon derzeit Stück für Stück hören.
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Mehr Informationenlovehead lassen ihre sommerwind ep schon vor dem 4. September Stück für Stück durch den Sommer ziehen. Mit mr rush kommt Mitte August ein weiterer Teil dazu, der für Konzertbesucher:innen nicht vollkommen neu sein dürfte: Die Band hat die Nummer live im Programm, bevor sie nun offiziell erscheint. Gemeinsam mit marie, sterne, heimweg und sommerwind ergibt sich langsam ein ziemlich treffendes Bild davon, was die drei jungen Frauen derzeit besonders gut können. Gitarren dürfen nach Jugend und Sommer klingen, ohne dass dahinter plötzlich alles unbeschwert sein muss. Verknalltsein, Unsicherheit und das nicht immer besonders elegante Erwachsenwerden gehören genauso dazu. Gerade dieser Gegensatz verhindert, dass aus der aktuellen Phase bloße Sommerromantik wird. mr rush fügt sich dort bestens ein.
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Weitere InformationenDie besten Releases aus dem Frühling 2026
Ludwig Hirsch Top-10
Josh. Top-10
Der Wiener Journalist und Redakteur ist seit 2016 für die verschiedensten Musik-Stories bei heldenderfreizeit.com verantwortlich, schreibt für diverse Musikfachmedien wie Stark!Strom berichtet dabei über Konzerte, Neuerscheinungen, führt Interviews und erstellt Besten- und Playlisten zu den Top-Liedern von Musikstars.
