Schwarze Löcher, eine Supernova und unsere Milchstraße im Donauturm: die digitale Ausstellung für große und kleine Weltraumfans Smithsonians Sternenwelten im Helden der Freizeit-Test. Was für uns top und weniger gut ist, wie es abläuft, was die Highlights sind und für wen es geeignet ist. Noch mehr Eindrücke seht ihr übrigens in unserem Video hier auf Instagram oder auf TikTok.
von Verena Fink, 1. 11. 2026
Von den leistungsstärksten Teleskopen direkt ins All! Das verspricht seit 30. September die neue Ausstellung Smithsonians STERNENWELTEN – eine immersive Reise durch den Kosmos beim Donauturm. Geführt von einem digitalen Guide wandert man mittels Teleskope durchs Universum und erfährt spannende Infos zum Weltall. Was uns überzeugen konnte und was nicht, liest du in unserem Held:innen der Freizeit-Bericht.
Übrigens: Wenn ihr ein Monderlebnis ganz ohne virtuelle Realität sucht, schaut euch hier unseren Erlebnisbericht vom neuen Klanglicht im Park an.

Wir gehen auf den Donauturm zu, ein bisschen nervös wegen der Höhe aber doch schon sehr vorfreudig. Immerhin ist er mit 252 Metern das höchste Bauwerk in Österreich. Nach unserem Ankommen stellen wir fest, das Immersive Center Donauturm befindet sich ausschließlich am Fuße des Turms neben dem Geschenkeshop. Für alle, die sich eine Kosmosreise oben im Donauturm erwarten, ist das wichtig, voranzustellen. Hier leider ein Charme-Punkt Abzug!
Bevor es mit der eigentlichen Experience losgeht, kommt man in einen abgesperrten Wartebereich, hier setzt man sein Team zusammen und kann den eigenen Avatar benennen. “Nickerchen” und “Vernus” sind bereit! Während der VR-Experience scheint der Name der Teammitglieder über unseren Avataren auf. Das wird auch später für uns noch besonders hilfreich sein, um uns während der Kosmos-Reise nicht zu verlieren.
Betont wird bei der “digitalen Ausstellung” die Vermittlung wissenschaftlicher Neugier und Innovation auf Laien-Niveau, damit auch kleine Astronauten mitmachen können. STERNENWELTEN ist ein Projekt mit der dem Smithsonian Astrophysical Observatory (SAO), dem weltweit größten Komplex für Museen, Bildung und Forschung. Daten des SAO, der NASA und der ESA wurden für die VR Experience herangezogen. Dies gibt der Ausstellung einen seriöseren Touch.

Nach einer kurzen Einführung bekommen wir kabellose VR-Brillen mit denen wir uns frei im Raum bewegen können. Das Bild wird scharf gestellt. Leider bleibt es während der Führung bei uns beiden nicht vollständig scharf, was bei einer 40minütigen VR-Reise bald ein bisschen mühsam wird.
Begrüßt werden wir von Guide Astro, der uns durch das Erlebnis führt und den Weg weist. Ich setze zu Beginn noch recht vorsichtig einen Fuß vor den anderen, mit der Zeit fällt es mir leichter, wobei ich die Angst jemanden anzurempeln (was auch ein paar Mal passiert) bis zum Ende nicht ganz ablegen kann.
Wir starten am Fred Lawrence Whipple Observatory in den USA, wandern von Stern zu Stern, erleben eine Supernova, ein Schwarzes Loch, die Sonne. Wir besichtigen den Exoplaneten Janssen (“Diamantenplanet”) und dessen Vulkane und Lavaströme. Auch in die Milchstraße führt uns das Erlebnis. Die VR Brille ist immersiv und ermöglicht einen 360 Grad-Rundumblick. Das heißt: wirft man den Kopf in den Nacken, ist die Milchstraße gut sichtbar direkt über einem. Am Ende der digitalen Ausstellung sehen wir noch Sagittarius A*, das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße, ein Stern wird von seiner Anziehungskraft eingezogen. Der multisensorische Charakter imponiert uns: wenn Guide Astro sagt “hier kannst du drücken!” gibt es tatsächlich auch eine Reaktion auf unsere Bewegungen.

Das VR-Erlebnis ist mit vielen Infos vollgepackt, manchmal hätten vermutlich ein paar weniger und die Möglichkeit ein bisschen länger an einem “Ort” verweilen zu können das Erlebnis etwas entschleunigter und entspannter gemacht. Was ja gerade bei einem Thema wie den unendlichen Weiten des Alls schön gewesen wäre.
Für Weltraum-Interessierte ist das Ganze eine coole Sache, die 40 Minuten sind vollgepackt mit spannendem Storytelling, viel (vielleicht ein bisschen zu viel) Faktenwissen und natürlich dem komplett visuellen Eintauchen in andere Welten. Leider war bei uns das Bild nicht immer ganz scharf und obwohl einem andere Besucher:innen im Umkreis durch Avatare angezeigt werden, sind wir doch ein paar Mal zusammengestoßen.
Factbox: Alle Infos zur STERNENWELTEN – eine immersive Reise durch den Kosmos
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Aufmacherfoto: (c) heldenderfreizeit.com
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