Nach dem gewaltigen Erfolg des Super Mario Bros Films, der nach den vielen gefloppten Videospielverfilmungen bewies, wie man jung und alt gleichermaßen ins Kino lockt, geht es für die Held:innen im Super Mario Galaxy Film jetzt in der Galaxis weiter. Warum er trotz inhaltlicher Schwächen wieder die Massen begeistern wird, liest du in unserer Kritik.
von Susanne Gottlieb, 1. April 2026
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 1,36 Milliarden US-Dollar war der Super Mario Bros Film (hier unsere Kritik) die erfolgreichste Videospielverfilmung aller Zeiten und die einzige, die die Milliarden-Marke geknackt hat. Schon in den ersten fünf Tagen nach dem Start spielte er weltweit rund 346 Millionen Euro ein und hat somit auch als Animationsfilm den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten hingelegt. Natürlich war sofort klar, dass er eine Fortsetzung bekommen würde.
Diese kommt nun, genau drei Jahre später, als Der Super Mario Galaxy Film in die Kinos. Die Hauptvorlage sind die Spiele Super Mario Galaxy (2007) sowie dessen Nachfolger Super Mario Galaxy 2 (2010).

Mario (Chris Pratt) und sein Bruder Luigi (Charlie Day) haben es sich im Pilzkönigreich inzwischen sehr gemütlich gemacht. Doch neue Abenteuer sind nicht weit: Bei der Geburtstagsparty von Prinzessin Peach (Anya Taylor-Joy) taucht ein gestresstes kleines Sternchen auf und berichtet, dass seine Mama, Prinzessin Rosalina (Brie Larson), von bösen Mächten entführt wurde. Peach soll helfen, diese zu befreien. Hinter der Attacke, das wissen die Helden noch nicht, steht Bowser Jr. (Benny Safdie), der Rosalinas Kräfte nutzen will, um die Galaxie zu zerstören, und seinen Papa Bowser (Jack Black), der zu Beginn noch immer als Miniatur bei Peach wohnt, zu beeindrucken.
Peach macht sich mit Toad (Keegan-Michael Key) sofort auf den Weg. Mario und Luigi sollen zunächst mit ihrem neuen Freund Yoshi (Donald Glover) das Königreich beschützen. Aber als Bowser Jr. auch dieses attackiert, um seinen Papa zu befreien, folgen die Brüder und der grüne Dino Peach und Toad auf ihrer Mission. Denn auch sie erfahren asbald, dass es nicht nur um die Prinzessin, sondern auch um das Retten der Galaxis geht.

Größer, wilder, noch mehr Games, das war wohl die Devise. Für Fans ist auch die Fortsetzung ein Reigen an Easter Eggs, auch in den Post-Credit-Szenen darf man sich auf ein paar bekannte Gesichter freuen. Ansonsten kann das viele Zitieren auch schon mal anstrengend werden. Nicht, weil man als allwissender Gamer nicht mehr mitkommt. Sondern, weil man auch als Zuschauer mit vergessenen Maskottchen von Produzent und Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto, etwa dem tierischen Weltraumpiloten Fox McCloud (Glen Powell) konfrontiert ist, und diese aber nie wirklich entwickelt werden.
Andere Charaktere, wie etwa Bowser, bleiben großteils inaktiv und wechseln ständig die Seiten, um die Handlung voranzutreiben. In einem Moment scheint er eine emotionale Bindung zu Marios Truppe zu haben, im nächsten will er sie wieder zerstören. Stockholm-Syndrom hin oder her, hier macht es sich der Film etwas einfach. Auch die Dynamik von Peach und Rosalina, die, ohne allzu viel spoilern zu wollen, an Disneys Frozen erinnert, wird nur vage angerissen und gleich der nächsten Actionsequenz geopfert.

Die Anspielungen auf die Games und die alten 8-Bit-Spiele hingegen machen wieder viel Spaß. Wer Mario schon lange spielt, wird einige knifflige Hindernisparcours in kreativer Form wiedererkennen. Auch für Filmnerds finden sich einige nette Gags in der Handlung. Ob Peach nun wie in Inception die Wände hochmarschiert, oder ein Gegner wie der T-1000 in Terminator 2 mit ausgestreckter Hand in der Lava versinkt. Auch Planet Bowser, die Heimat von Bowser Jr., evoziert einige Star-Wars-Stimmungen. Man merkt, trotz aller inhaltlicher Schwächen, hier haben Leute, die die Vorlage lieben, sich wieder ans Werk gemacht.
Letztendlich ist auch zu erwarten, dass dieser Film ebenso ein großer Kinokassenschlager wird. Schon der Vorgänger hatte beim Publikum besser abgeschnitten als bei den Kritiken. Das wird hier wohl nicht anders sein wird. Für Fans der Games, aber für jeglichen Freund von leichter Unterhaltung, ist der Film durchaus zu empfehlen. Für jene, die den grauen Pixelmatsch aus anderen Actionkrachern schon nicht mehr sehen können, ist die Animation insofern eine Offenbarung, dass hier alles knackig-scharf und voller Farben ist. Es geht doch, wenn man will.
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Mehr InformationenDer Super Mario Galaxy Film offenbart mehr inhaltliche Schwächen als der letzte Film, bietet aber trotzdem noch immer gute Unterhaltung.
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Alle Fotos: (c) Universal Pictures
Susanne Gottlieb schreibt als Filmjournalistin für die Helden der Freizeit, Kleine Zeitung, NZZ, Standard, TV Media, Filmbulletin, Cineuropa und viele mehr. Sie arbeitet im Filmarchiv Austria, berichtet von diversen Filmfestivals und hat Theater-, Film- und Medienwissenschaft studiert.
