Kleines Golf, großes Kino. Im Golfrausch Indoor-Minigolf im Auhof Center spielst du in filmreifen Kulissen an den unglaublichsten Bahnen. Wieviel Liebe der Betreiber mit seinem Team hier reingesteckt hat, merkst du in jedem Winkel dieser kreativen Erlebniswelten. Was sie in Österreich einzigartig macht und wie sich eine Runde spielt, verraten wir dir in unserem Erfahrungsbericht. Dazu kriegst du hier im Reel oder hier auf TikTok ein paar witzige Videoeindrücke von unseren heroischen Golf(rausch)künsten.
von Christoph König
Eineinhalb Jahre Planung, ein halbes Jahr Bauzeit, ein kleines Vermögen, das Know how von mehr als 30 Personen und ganz viel Herzblut. Das hat Lukas Rauscher mit seinem Team in sein neues Baby gesteckt. Bei den Golfrausch Minigolf-Erlebniswelten ist nicht nur der Name besonders kreativ. Hier tauchst du mit einem Schritt vom hell erleuchteten und etwas sterilen weißen Einkaufszentrum im Wiener Auhof Center in drei bunte Themenwelten ein. Je 9 Bahnen warten in einer Magischen Burg, einem Maya Tempel und einer futuristischen Cyberpunk-Stadt auf dich.

Nicht nur Minigolf-, sondern auch Escape-Game-Experten haben an dem Projekt gearbeitet. Und das merkt man sofort. Hinter jeder Bahn steckt eine außergewöhnliche Idee – ein bisschen wie bei einem Escape Room, ist die Lösung manchmal nicht auf den ersten Blick offensichtlich. Mal verschwindet der Ball in einer Bilderwand mit Geistern, mal in einer Bücherkommode oder in einem Hochhaus oder Motorroller. Ohne, dass man eine Ahnung hat, wo er denn eigentlich wieder herauskommt. Er fährt Lift, wird nach oben gekurbelt oder per Pedal in seiner Bahn verändert. Der Looping (hier im coolen Dschungel-Look) darf als rasanter Minigolf-Klassiker zwar auch nicht fehlen, die meisten Bahnen wirst du aber noch nirgendwo sonst gesehen haben. Und wer meint, er kennt ähnliche Konzepte schon durch Adventure Golf oder dergleichen, täuscht sich.

Denn was hier entstanden ist, ist nicht aus der Retorte, sondern einzigartig und handgemacht. Viel Liebe steckt hier nicht nur in die Bahnen, sondern auch in der Atmosphäre und den Kulissen. Sound- und Licht-Effekte begleiten das Spiel, wobei wir so in unser Spiel vertieft und am Reden und Blödeln waren, dass wir die Soundeffekte für uns eher nur Nebengeräusche waren. Umso sind uns die optischen Hingucker aufgefallen. In der Magischen Burg beispielsweise die Ritterrüstungen, ein Thron oder ein Geist, im Maya-Tempel Dschungelpalmen, Schlangen und das Indiana Jones Feeling.
Die futuristische Cyberpunk-Welt ist mit ihren Neon und Schwarzlicht-Effekten vor allem am Abend zu empfehlen, wenn kein Tageslicht mehr durch die Fenster dringt. Das Wort “immersiv” wird heutzutage ja oft schon vielerorts inflationär verwendet – hier trifft es den Nagel auf den Kopf. Ganz wie bei Rauschers preisgekröntem Going Underground Escape Room (hier unser Erlebnisbericht) am Wiener Gürtel taucht man so sehr ins Abenteuer ein, dass man schnell vergisst, wo man ist oder wie spät es ist.

Apropos Zeit. Wir haben zu viert über eine Stunde an nur einer Themenwelt gespielt. Mit einem Getränk oder einem Snack an der Bar wird das Ganze dann schon abendfüllend. Eine Themenwelt kostet 15 Euro. Wenn du gleich zwei oder drei spielst, zahlst du dafür je drei Euro weniger. Hierfür solltest du aber mehr Zeit einplanen. Wenn du den Spaß so wie wir mit ganz vielen Versuchen auskosten willst (ja, wir haben keinen neuen Platzrekord aufgestellt), sind drei bis 4 Stunden schneller vergangen als du denkst.

Für Kinder kostet jede Bahn immer 10 Euro, aber aufgepasst! Von der kindertauglichen Aufmachung solltest du dich nicht täuschen lassen. Durch den durchaus hohen Schwierigkeitsgrad sind die Bahn für jedes Alter eine Herausforderung und wegen der vielen Rampen braucht es manchmal auch ordentlich Schwungkraft. Bis du den Bogen raus hast, heißt es ein wenig tüfteln – oder ein bisschen vom vorigen Spieler lernen. Nicht nur einmal mussten wir einen 7er eintragen. Umso größer ist dann der Jubel, wenn ein Hole in One gelingt. Mitunter spielt neben Können auch ein bisschen Glück oder Zufall mit.

Das lässt sich aber verzeihen. Denn auch wenn der Ehrgeiz, die wenigsten Schläge zu brauchen, wie auf jedem Minigolf-Platz groß ist. Hier spielt sich schnell der Spaß in den Vordergrund und das Endergebnis irgendwann nur noch eine Nebenrolle – vor allem wenn man sich das eine oder andere Getränk dazu gönnt. Erfreulicherweise ist jede Bahn mit vier Getränkehaltern ausgestattet. Am Wochenende kommt da schon ein bisschen Partystimmung auf. Wer lieber ungestörter sein will und sich durch viele Menschen in seinem Spielfluss gestört fühlt, sollte an Werktagen oder weniger frequentierten Zeiten kommen. Somit bietet sich das Ganze auch gut für einen Schulausflug an.

Golfrausch ist Minigolf, wie du es Wien noch nicht erlebt hast. Diese flashige Gaudi würde sich auch in jedem Vergnügungspark gut machen. Die drei Themenwelten sind so unterschiedlich und abwechslungsreich, dass sich schwer ein Favorit ausmachen lässt. Bei uns war es die Maya- und Cyberpunk-Welt, der Betreiber ist wiederum auf die Magische Burg besonders stolz. Der fordernde Schwierigkeitsgrad und Aha-Effekt bei vielen Bahnen sorgt für viel Langzeitmotivation und weckt nach der letzten Partie schnell den Wunsch wiederzukommen. Der Preis ist zwar höher als für eine gewöhnliche Bahnengolfrunde, aber wegen des nicht vergleichbaren Erlebnisfaktors durchaus fair.

Durch den geschickten Aufbau mit der Bar in der Mitte ist es auch für Geburtstagsfeiern, ein Teambuilding oder einen Polterabend ideal. Für Kinder gibt es sogar extra kleine Schläger. Man sollte nur bei den Allerkleinsten beachten, dass es einigen Bahnen eine gute Schwungkraft braucht. Von dieser hatte einer unserer Helden freilich im Überfluss. Nach seinem Härtetest können wir den Golfrausch-Bahnen auch in Sachen Robustheit ein gutes Zeugnis ausstellen.
Auf heldenderfreizeit.com wirst du fündig. Hier eine kleine Auswahl:
Die 10 besten Minigolf-Plätze in Wien
Die coolsten Escape Rooms der Stadt
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Alle Fotos: (c) heldenderfreizeit.com
Hinweis: Dieser Artikel ist im Zuge einer Kooperation mit Golfrausch entstanden
Der Chefredakteur der Helden der Freizeit hat das Onlinemagazin 2016 ins Leben gerufen und ist seit 2000 als Sportjournalist im Einsatz. Bei heldenderfreizeit.com ist er spezialisiert auf actiongeladene Outdoor-Aktivitäten, Ausflüge, Videos, Spiele, Filme, Serien und Social Media.
