Das sind die besten Prince Songs aller Zeiten – mit Facts, Anekdoten & großer Playlist! Von The Most Beautiful Girl in the World bis Purple Rain – wir präsentieren die Highlights des musikalischen Genies aus Minneapolis. Garniert mit spannenden Hintergrundinfos, ekstatischen Funk-Momenten und Erinnerungen an eine Bühnenpräsenz, die die Grenzen von Geschlecht und Genre sprengte. Plus: 10 weitere Song-Tipps für echte Fans – und das alles gebündelt in einer großen Spotify-Playlist.
von Patrick Meerwald, 21. 4.
Prince und seine Musik – das sind legendäre Funk-Rhythmen, der gewagte Mix aus Rock-Gitarren und futuristischen Synthesizern. Und das alles mit einer Stimme, die mühelos zwischen tiefem Bariton und engelsgleichem Falsett wechselte. Über vier Jahrzehnte prägte er die Popkultur. Es entstanden unzählige Hymnen, die sexuelle Befreiung und spirituelle Tiefe vereinten und bis heute als Blaupause für moderne Popmusik dienen.

Leider verließ uns das Genie 2016 viel zu früh in seinem Anwesen Paisley Park nach einer Schmerzmittel-Überdosis. Doch auch wenn er physisch fehlt, bleibt sein Einfluss auf Mode, Musik und Performance bis heute unvergesslich und unerreicht. Um das Schaffen dieses Ausnahme-Künstlers gebührend zu würdigen, blicken wir auf sein monumentales musikalisches Vermächtnis. Die besten 10 gibt es samt wichtigen und spannenden Facts. Ergänzt werden diese Top-Hits um die Plätze 11 bis 20, die die Bandbreite dieser Legende noch mehr würdigen sollen.
Mitte der 90er Jahre, während seines erbitterten Streits mit seinem Label, bewies Prince der Welt, dass er keine Major-Struktur brauchte, um einen Welthit zu landen. Diese zuckersüße, hochglanzpolierte Ballade ist eine Verbeugung vor der Weiblichkeit und zeigt ihn auf dem Gipfel seiner Falsett-Kunst. Der Song bricht mit der oft experimentellen Komplexität seiner anderen Songs und setzt stattdessen auf puren, romantischen Pop-Glanz. Es war sein erster und einziger Nummer-1-Hit in den UK-Charts. Er ist ein Beweis dafür, dass sein Gespür für Melodien auch unter einem neuen Namen (dem Symbol) absolut unantastbar blieb.
Album: The Gold Experience | Erschienen: 1994
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Mehr InformationenBevor die Welt Angst vor dem Millennium-Bug hatte, lieferte Prince bereits 1982 die ultimative Party-Hymne für Endzeitstimmung. Der Song ist das Paradebeispiel für den „Minneapolis Sound“ – eine revolutionäre Mischung aus kühlen Synthesizern, messerscharfen Funk-Gitarren und einer geteilten Gesangsperformance zwischen Prince und seiner Band. Die Botschaft ist purer Eskapismus: Angesichts der atomaren Bedrohung des Kalten Krieges feiern wir eben, als gäbe es kein Morgen. Der Track festigte seinen Status als globaler Superstar und ist gerade heutzutage aktueller denn je.
Album: 1999 | Erschienen: 1982
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Mehr InformationenDieser Song markierte den endgültigen Durchbruch von Prince im Mainstream-Radio. Er war einer der ersten Clips eines schwarzen Künstlers, der auf MTV in Heavy Rotation lief. Hinter der glänzenden Metapher eines schnellen Autos verbirgt sich eine melancholische Geschichte über eine flüchtige, riskante Romanze. Musikalisch ist es eine perfekte Mischung aus New Wave und Rock, getragen von einem fast schon hypnotischen Beat. Die Art und Weise, wie Prince hier Sehnsucht und Verlangen in seiner Stimme vereint, beeindruckt und zeigt sein Gespür für tiefgründige Pop-Psychologie.
Album: 1999 | Erschienen: 1982
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Mehr Informationen„Dearly beloved, we are gathered here today.“ Schon die einleitende „Predigt“ ist Musikgeschichte. Mit diesem Song verwandelte Prince live jedes Stadion innerhalb von Sekunden in einen Hexenkessel. Der Eröffnungssong des Purple-Rain-Albums explodiert nach dem Intro in einem frenetischen Mix aus Rock ’n’ Roll und Funk. Es ist ein leidenschaftlicher Aufruf, das Leben zu zelebrieren, bevor der „De-Elevator“ einen nach unten zieht. Das exzessive Gitarrensolo am Ende gehört zu den größten und beeindruckendsten Momenten der Rockgeschichte. Damit zementierte Prince seinen Ruf als einer der besten Gitarristen aller Zeiten.
Album: Purple Rain | Erschienen: 1984
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Mehr InformationenDieser Song ist ein herrlicher Ausflug in den psychedelischen Pop und unterstreicht die enorme Bandbreite von Prince. Mit dem Einsatz von Streichern und dem unwiderstehlichen Storytelling der Lyrics schuf er einen zeitlosen Wohlfühl-Klassiker. Der Track strahlt eine unbeschwerte Helligkeit aus, die einen perfekten Kontrast zu seinen oft sexuell aufgeladenen Liedern bildet. Der Titel ist eingängig, charmant und mit einer Melodie gesegnet, die man bereits nach dem ersten Hören nie wieder vergisst.
Album: Around the World in a Day | Erschienen: 1985
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Hier fing alles an. Mit diesem Track landete der damals erst 21-jährige Prince seinen ersten riesigen Mainstream-Erfolg. Mit I Wanna Be Your Lover definierte er den sauberen, funkigen Falsett-Sound, der ihn weltberühmt machen sollte. Der Song ist prägend für den Disco-Funk, bei dem Prince fast jedes Instrument selbst einspielte. Mit einer Leichtigkeit, die sein enormes musikalisches Genie bereits erahnen ließ, schuf er eine Tanzflächen-Hymne. Sie wirkt gleichzeitig unschuldig und lasziv. Dieser Song war für ihn das Ticket aus Minneapolis hinaus in die Welt und ist bis heute ein Musterbeispiel für perfekten Funk-Pop.
Album: Prince | Erschienen: 1979
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Mehr InformationenEin Song, der damals buchstäblich alle Regeln des Songwritings brach: Er hat keinen Basslauf. Doch genau diese bewusste Lücke macht ihn so markant, trocken und dringlich. Der Song ist geprägt durch den fast schon verstörenden Gitarren-Intro und avantgardistischen Synthesizer-Schichten. Der Text verarbeitet die schwierige Beziehung seiner Eltern und seine eigene Angst vor emotionalen Wunden. When doves cry ist ein fast schon nacktes Stück Musik, das die gesamte Popwelt mitten in der Ära des Überflusses komplett auf den Kopf stellte. Kleiner Sidefact: Er wurde zu seinem erfolgreichsten Hit des Jahres 1984.
Album: Purple Rain | Erschienen: 1984
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Mehr InformationenKaum ein Song aus der Feder von Prince hat eine so bewegte Geschichte wie diese monumentale Ballade. Wer die Originalaufnahmen oder die leidenschaftlichen Live-Versionen von Prince hört, versteht die wahre Seele der Nummer. Es ist eine schmerzhaft ehrliche Hymne auf die Einsamkeit und den unerreichbaren Verlust. Die Intensität, mit dem der Artist die Zeilen über das Verstreichen der Zeit singt, berührt tief. Ursprünglich für sein Nebenprojekt The Family geschrieben, wurde das Lied erst später in der Version von Sinéad O’Connor zu einem Welthit.
Album: The Family / The Hits 1 | Erschienen: 1985 (geschrieben 1984)
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Mehr InformationenDie Geschichte von Kiss ist eine der legendärsten Anekdoten der Popgeschichte. Gleichzeitig ein Paradebeispiel für das unfehlbare Instinkt-Gefühl von Prince. Ursprünglich hatte er den Song als kurzes akustisches Demo für die Band Mazarati geschrieben, die bei seinem eigenen Label unter Vertrag stand. Doch als er hörte, was die Band daraus gemacht hatte, entschied er sich im letzten Moment kurzerhand um. Er „holte“ sich den Titel zurück, ersetzte den Lead-Gesang durch sein markantes Falsett und strich fast alle überflüssigen Spuren heraus. Es ist einer der tanzbarsten und ikonischsten Tracks aller Zeiten, der heute noch so modern und frech klingt wie 1986. Ein Song, der Coolness neu definierte.
Album: Parade | Erschienen: 1986
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Mehr InformationenEs gibt Songs, und es gibt Monumente – Purple Rain ist zweifellos Letzteres. Ursprünglich als Country-Ballade konzipiert, entwickelte sich das Titelstück des gleichnamigen Kultfilms zu einer neunminütigen emotionalen puren Epicness. Es beginnt mit einem fast schon andächtigen Gitarren-Licking, baut sich über gospelartige Harmonien auf und gipfelt in einem legendären Gitarrensoli. Prince singt hier nicht nur: Er schreit, fleht und jubelt seine Seele förmlich aus dem Körper.
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Mehr InformationenUnvergessen bleibt sein Auftritt beim Super Bowl 2007: Mitten in einem heftigen Tropensturm spielte er diesen Song, während der echte Regen lila im Scheinwerferlicht glänzte. Man könnte meinen, dass selbst die Natur vor seinem Genie salutierte. Purple Rain ist das ultimative Vermächtnis seiner künstlerischen Grenzenlosigkeit. Wenn am Ende die Streicher einsetzen und das Falsett-Summen verhallt, bleibt meistens nur eines zurück: tiefe Ehrfurcht.
Album: Purple Rain | Erschienen: 1984
Wer noch tiefer in den „Purple Cosmos“ eintauchen will, muss diese Meilensteine gehört haben:
11. Sign o’ the Times
12. Sometimes It Snows in April
13. Diamonds and Pearls
14. Controversy
15. Cream
16. I Would Die 4 U
17. U Got the Look
18. Darling Nikki
19. Gett Off
20. Gold
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Weitere InformationenMichael Jackson Top-10
Queen Top 10
Pet Shop Boys Top-10
Top-10 Linkin Park mit Chester
Red Hot Chili Peppers Top-10
Aufmacherfoto: (c) Warner Music
Der Wiener Journalist und Redakteur ist seit 2016 für die verschiedensten Musik-Stories bei heldenderfreizeit.com verantwortlich, schreibt für diverse Musikfachmedien wie Stark!Strom berichtet dabei über Konzerte, Neuerscheinungen, führt Interviews und erstellt Besten- und Playlisten zu den Top-Liedern von Musikstars.
