helden der freizeit
  • Startseite
  • Events
  • Erkunder
    • Ausflugstipps
    • Reisen
    • Wien
    • Niederösterreich
  • Hörer
  • Seher
    • Streaming
    • Kino
    • Reviews
    • Bestenlisten
  • Gestalter
    • DIY
    • Garten
    • Upcycling
  • Leser
  • Geniesser
    • Guide
    • Vegan
  • Spieler
  • Sportler
Helden der Helden hörer News

Amy Wald: “Meine Sexualität war für mich nie so eine große Sache.”

Amy Wald: “Meine Sexualität war für mich nie so eine große Sache.”

Musik–Shootingstar Amy Wald im Interview: Wie ein viraler Hit am Klo entstand und sie sich damit unbewusst outete, welche Vorteile sie als Künstlerin aus Pandemiezeiten zieht.

von Verena Fink

8. Oktober 2021: Lachend mit Corona-konformer Fist-Bomb. So begrüßen mich Amy Wald und ihre Freundin Valentina backstage beim Donauinselfest 2021. Amys pinke Haare und die vielen Piercings fallen sofort auf – die 25-Jährige sticht damit eindeutig aus der Menge heraus. Das zelebriert sie auch in ihrer Kunst.

Die gebürtige Salzburgerin startete ihre Musikkarriere 2018 mit der Kündigung ihres damaligen Jobs – und begab sich auf eine zweimonatige Tour als Straßenmusikerin quer durch Deutschland. Amy thematisiert Liebe, Querness und Anders-sein in ihren Songs und überzeugt mit Ehrlichkeit und Authentizität in ihren Texten. 2020 tourte die Musikerin zusammen mit Conchita Wurst und schaffte es im selben Jahr mit der Single Mehr Als Nur Ein Like fünf Wochen lang in die Ö3 Austrocharts. Ein Album soll vor 2022 nicht folgen – wenn es kommt, freuen wir uns aber ganz bestimmt.

Amy Wald im Helden-der-Freizeit-Interview

Im Interview mit den Helden der Freizeit spricht Amy darüber wie sie zur Musik kam, wie ihre Lyrics entstehen, über ihre hyperaktive Freizeit und mit wem sie gerne ein Konzert geben würde.

Helden der Freizeit: Wie bist du zur Musik gekommen?

Amy Wald: Mein Dad hat zuhause hobbymäßig Musik gemacht, dadurch hatte ich einen frühen Zugang. Daheim gab es immer Instrumente, auf denen man spielen konnte. Mein Dad hat mir auch die ersten Akkorde auf der Gitarre gelernt. So richtig los gings dann mit 16 Jahren bei meinem Auslandssemester in England. Ich habe dort die ganze Freizeit verwendet, um mir das Gitarrespielen zu lernen, damit ich Songs schreiben kann.

Deine Texte wirken sehr ehrlich und vom Herzen geschrieben – wie und wie lange feilst du üblicherweise an den Lyrics?

Ganz unterschiedlich. Oft habe ich irgendwelche Textzeilen im Kopf. Das kann eine Line sein, das kann ein Wort sein, das kann ein Thema sein. Ich schreibe mir das dann meistens sehr schnell auf, damit ich nichts vergesse. Wenn ich merke, es hat Potential und mir fällt was dazu ein, arbeite ich daran. Jeder Song entsteht anders und ich merke recht schnell, ob der Song auch Potential für mich persönlich hat. Ob ich da irgendwas fühle, wenn ich das gerade lese. Woke Lines kommen oftmals in ganz interessanten Momenten, ich habe eine Idee und wenn ich unterwegs bin, nehme ich sie mit dem Handy auf. Dann führt das Eine zum Anderen und die Musik bekommt den Text oder der Text bekommt eine musikalische Untermalung – und Songs entstehen – oder auch nicht. *lacht*

Amy Wald, Interview, Verena Fink, Bühne
Amy Wald beim Donauinselfest mit Verena Fink. © heldenderfreizeit.com

Du warst ja länger als Straßenmusikerin unterwegs, ohne fixes Einkommen, was sicher nicht immer einfach war. Hast du das jemals bereut?

Absolut nicht. Wenn man versucht von Musik zu leben, gibt es kein fixes Einkommen – bzw. nur wenig. Das ist natürlich zu Corona Zeiten eine ganz schwierige Thematik. Aber ich habe es noch nie bereut, weil ich weiß und spüre, dass es das ist, was ich machen möchte. Mir geht es auch nicht darum, ein fixes Einkommen zu haben, sondern um die Möglichkeit, Songs zu schreiben, ins Studio zu gehen und vor allem dann auch live spielen zu dürfen. Die Ehre zu haben, vor Leuten zu spielen, die mit dem was anfangen können, was ich da zu Hause produziere, schreibe und veröffentliche – und dann auf der Bühne performe.

Mit dem Song Liebesleben hast du ja nicht nur einen Hit gelandet, sondern dich damit auch geoutet – ist es dir damals schwer gefallen, den Song zu veröffentlichen?

Das war eine lustige Aktion. Also ich habe den Song am Klo geschrieben, nachdem ich mit meiner Oma telefoniert hatte und dann spontan, weil ichs lustig fand, ein kurzes Handyvideo auf Instagram gepostet. Für meine Verhältnisse hat dieses Video viel ausgelöst, es ist ein bisschen viral gegangen. Ich habe erst dann durch Nachrichten verstanden, dass ich mich durch den Song öffentlich geoutet habe. Meine eigene Sexualität war für mich nie so eine große Sache. Ich habe dadurch auch nicht gemerkt, dass ich das noch nie öffentlich angesprochen hatte – mit dem Song ist das dann einfach passiert. *lacht* Das öffentliche Outing war und ist keine große Sache für mich persönlich, worüber ich auch sehr froh bin.

Die Pandemie ist ja eine Herausforderung für viele Künstler. Deine ‘Plan A’ Tour 2020 ist abgesagt worden. Wie hast du die Zeit verbracht?

Ich habe ganz viel Musik gemacht, angefangen zu skaten am Anfang und liebe es immer noch. Die ganze Pandemiezeit habe ich dann dafür verwendet, drei Songs zu veröffentlichen, die alle sehr viel Aufmerksamkeit bekommen haben: Die Musik und auch die Videos. Ich glaube, ich hätte die drei Songs nicht in der Form veröffentlichen können ohne die Pandemie, weil ich so viel Zeit hinein stecken konnte. Mit Konzerten und Tour wäre das nicht möglich gewesen. Mit Vali und mit Joni, also mit meinem kleinen Team, konnte ich gemeinsam was Schönes aus dieser Zeit rausholen. Der erste Song Mehr Als Nur Ein Like hat eine Welle losgetreten, die ich absolut nicht erwartet hätte. Der Song wäre auch nicht so geworden, wenn ich nicht so viel Zeit daheim verbracht hätte.

Und was machst du in deiner Freizeit als Amy? Als Privatperson?

Ich mache gerne Musik. Ich spiele gerne Gitarre, amme gerne, schreibe gerne, bin aber auch extrem gerne unterwegs. Ich liebe die Natur. Ich muss immer wieder in Bewegung sein. Also auch sportlich. Ich liebe es momentan zu skaten oder Basketball zu spielen. Wir gehen nächste Woche Tennis spielen, auch Fußball. Ich bin mit meinen Freunden unterwegs, lerne Leute kennen und rede irgendwo spät nachts über die Welt. *lacht*

In deinem Song ‘F.A.L.S’ singst du ‘Candlelight, Cocktailkleid, das bin ich nicht…’. Was macht einen gelungenen Abend für dich aus?

Gespräche. Wenn ich mich mit einem Menschen gut unterhalten kann, dann gibt mir das wahnsinnig viel. Ich höre gerne zu, aber ich erzähle selbst auch. Wenn das bei einer zwischenmenschlichen Begegnung auf einer Ebene funktioniert, in der man zuhören und erzählen kann, dann entstehen oft wunderbare Momente, an die ich mich gerne zurück erinnere.

Mit welcher Heldin oder mit welchem Helden würdest du gerne mal gemeinsam auf der Bühne stehen?

Ich sage das jetzt, weil ich das Gefühl habe, dass es tatsächlich passieren könnte. Ich wäre gerne mit Jennifer – also der Sängerin von Jennifer Rostock – gemeinsam auf der Bühne für ein Konzert. Ich bin gespannt, was da kommen wird.

Das sind wir auch!


Weitere Musikhelden im Interview

Stefan Jürgens: “Wien hat mich gelehrt, das Leben humorvoll zu sehen!”
Nino aus Wien: “Ich höre gerne Hits, ich schreibe halt keine!”
Rapperin Yasmo: “Sich zu behaupten, geht auch ohne Hierarchie!”
Cil City: “Wenn die Energie passt, darf auch was danebengehen!”
Eric Papilaya: “Musiker sein, ist wie ein Marathon, nur ohne Ziel!”
Sportfreunde Stiller: “Kunst ist dafür da, Freiheit zu spüren!”
Bernhard Speer: “Verschwitzt, komplett hin. Also alles richtig gemacht!”
Christian Hummer von Wanda: “Statt 150 kamen plötzlich 15.000!”
Arabella zu Starmania: “Es braucht viel Mut und Verletzlichkeit!”
Cley Freude: “Jeder Mensch ist ein Held und für jemanden wertvoll!”
Titus Vadon: “Musiker müssen innerlich brennen, sonst wird’s fad!”
Manuel Rubey: “Ich könnte Tag und Nacht Sport schauen!”
KØLEEN: “Ich liebe Kontraste im Leben, vor allem in meiner Musik!”
Sibbi von Itchy: “Für das Karma ist es gut, wenn man kein Arschloch ist!”
PAENDA im Interview: “Nicht nur meine Texte haben eine Message!”
Christopher Seiler: “Wenn du einen Idioten spielst, musst du gscheit sein!”
Cordula-Grün-Held Josh. im Interview: “Gig im Burgtheater wäre geil!”
Russkaja-Frontmann Georgij: “Alles in meinem Beruf ist Freizeit!”

Aufmacherfoto: (c) Valentina Vale

amy wald austropop donauinselfest Helden der Helden interview lgbtiq Musik musik aus österreich Pop

Gewinnspiel

Banner

Unsere Freizeittipps auf TikTok

Banner

Hörer

Wien-Konzerte im April 2023: Maneskin, Fettes Brot, Avril Lavigne und Co.

Wien-Konzerte im April 2023: Maneskin, Fettes Brot, Avril Lavigne und Co.

Clubs in Wien: Die 26 besten und legendärsten Discos der Stadt

Clubs in Wien: Die 26 besten und legendärsten Discos der Stadt

Robbie Williams Top-10: Die besten Hits des Star-Entertainers!

Robbie Williams Top-10: Die besten Hits des Star-Entertainers!

Roman Bischof von Floyd Division: “Pink Floyd berührt immer!”

Roman Bischof von Floyd Division: “Pink Floyd berührt immer!”

Wien-Konzerte 2023 – diese 23 Musikstars spielen bei uns!

Wien-Konzerte 2023 – diese 23 Musikstars spielen bei uns!

Banner
  • Impressum
  • Über die Helden
  • Unser Team
  • Portfolio/Mediakit
  • Datenschutz

Folge uns auf

Banner
Banner

Abonniere uns auf

Banner
Banner

Von den Helden empfohlen

Banner
Banner
Close Window

Loading, Please Wait!

This may take a second or two. Loading, Please Wait!