Startschuss im Gaming-Herbst: Die Neuerscheinungen im September stellen sich genre-mäßig breit auf und dürften den ein oder anderen Blockbuster mitbringen. Anbei die wichtigsten Game Releases im September 2026 für PlayStation, Xbox, Switch und PC.
von Klaus Kainz, 31. 8. 2026
Bei den Releases im September steht vor allem die Action im Vordergrund. Wolverine verspricht cineastisches Spektakel, aber auch Control Resonant könnte es in sich haben. Bei Phantom Blade Zero und Onimusha prallen wiederum die Schwerter aufeinander. Dagegen geben sich The Blood of Dawnwalker und Silent Hill etwas schauriger. Wem das alles zu stressig ist, kann vielleicht zu Hot Wheels greifen.
Übrigens: Das waren unsere 10 Highlights auf der Gamescom 2026! Darunter der Koop-Kracher Orbitals, der am 3. September erscheint – unser Switch 2 Top-Tipp neben Hot Wheels 2.

Fans von The Witcher könnten mit The Blood of Dawnwalker ein wenig die Zeit zum nächsten Abenteuer des Hexers überbrücken. Denn beim zuständigen Rebel Wolves handelt es sich um ein neues Studio, das maßgeblich an The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 beteiligt war. Allerdings ist das Setting beim neuen Rollenspiel schauriger als gewohnt. In einem fiktiven Dorf der mittelalterlichen Karpaten herrschen nämlich die Vampire und haben es irgendwann auf die Familie von Titelheld Coen abgesehen.
Spieler haben dann 30 virtuelle Tage lang Zeit, Eltern und Geschwister aus den Fängen der Blutsauger zu befreien. Dabei setzt der Open-World-Titel auch eigene Akzente. In einer “narrativen Sandbox”, wie es die Entwickler nennen, sollen Spieler ganz frei die Story innerhalb dieses Monats selbst bestimmen – und so ganz verschiedene Enden und individuelle Story-Kampagnen erzeugen. Außerdem kann sich Coen nachts verwandeln, so dass er Quests mit vampirischen Fähigkeiten ganz anders lösen kann als tagsüber.

Jetzt schwingt auch Capcom die Katanas. Onimusha: Way of the Sword belebt einen der ersten Samurai-Hits der PlayStation wieder. Allerdings könnte es das Comeback schwer haben, aus der Masse herauszustechen. An Samurai-Spielen fehlte es zuletzt nämlich wahrlich nicht, egal ob im Open-World-Genre oder bei den Souls-Likes. Das Revival von Onimusha dürfte eher in den Bereich der klassischen Action fallen und sich bei modernen Genre-Kollegen wie Sekiro und Nioh bedienen – Estus Flask und Bonfire inklusive. Im Gegensatz zu solchen Titeln hat das Capcom-Abenteuer aber deutlich stärkere Grafik zu bieten. Außerdem haben die Kämpfe ein ganz eigenes Kontersystem, das den Duellen einen cineastischen Touch verleiht. Manchen Fans war die Demo zu leicht, aber der Produzent des Titels versicherte, dass das finale Spiel ausreichend Herausforderung bieten soll.

Wird Phantom Blade Zero der nächste große Hit aus Asien? Mit Kassenschlagern wie Wukong oder Crimson Desert erregen chinesische und koreanische Entwickler immer öfter die Aufmerksamkeit aller Zocker weltweit. Phantom Blade Zero gibt sich einmal mehr als düsteres Action-RPG mit taffen Bossgegnern. Im Gegensatz zu Wukong bedient es sich aber nicht nur bei Vorlagen wie Dark Souls, sondern hat viele flotte Kombos, wie einst Devil May Cry im Köcher. Die Animationen der Charaktere und die Kampfchoreographien dürften es jedenfalls in sich haben. Denn dafür ist der Filmstar Donnie Yen zuständig, bekannt aus etlichen Kung-Fu-Streifen, der gleichzeitig als NPC in Phantom Blade Zero auftaucht. Mehr zu Yen kannst du hier in unserem Artikel zu den besten Kampfsport-Filmstars nachlesen.

Nach Spider-Man schickt Sony nun den ikonischen Krallenmann von Marvel ins Rennen. Im Gegensatz zur freundlichen Spinne von nebenan sieht Wolverine aber Rot. Denn beim Kampfsystem lässt das zuständige Insomniac Games diesmal das Blut in Strömen fließen – familienfreundlich ist das neue Abenteuer in Marvel’s Wolverine daher nicht mehr. Im Gegensatz zu den vorherigen Marvel-Spielen von Sony ist die Welt außerdem linearer als die große Sandbox im virtuellen Manhattan. Der Fokus liegt noch mehr auf der cineastischen Action, in der es Logan mit einer Cyber-Armee zu tun bekommt, die unschuldige Mutanten jagt.
Wermutstropfen: Marvel’s Wolverine dürfte einer der letzten PS5-Blockbuster mit Disc werden. Denn Sony will, trotz Unmut bei Fans, ab Anfang 2028 keine physischen Spiele mehr herstellen.

Bei Control Resonant ruht sich das skandinavische Remedy Entertainment nicht auf alten Lorbeeren aus und macht alles anders. War Control noch ein abgedrehter Shooter mit Telekinese-Fähigkeiten, wird Resonant nun zum Hack ‘n’ Slash mit Rollenspiel-Anleihen. Statt der alten Titelheldin Jesse betritt nun nämlich ihr Bruder die Arena, der hauptsächlich Nahkampfwaffen nutzt. Was aber bleibt, sind die abgefahrenen Kulissen. Das alptraumartige Manhattan könnte sogar noch skurriler werden als das paranormale Bürogebäude des Vorgängers. In Resonant biegt und dreht sich die Infrastruktur geradezu in alle Richtungen, während die Monster aus abstrakten Gemälden entsprungen sein könnten.

Sind die Arcade Racer und Fun-Rennspiele nun endgültig zurück? Forza Horizon 6 schlug vor wenigen Monaten einmal ein wie eine Bombe, aber auch neue Ableger von Star Wars Racer und Crazy Taxi stehen bald in den Startlöchern. Bevor es soweit ist, starten in Hot Wheels Infinite Rush aber auch einmal mehr die kultigen Spielzeugautos ins virtuelle Rennabenteuer. Bereits der Vorgänger Hot Wheels Unleashed zählte zu den Geheimtipps für Fans der Spielzeuge und Rennspiele allgemein, trotz ein paar Ungereimtheiten, etwa beim Balancing (hier unsere Top-Liste der modernen Arcade Racer). Das Entwickler-Team setzt beim neuen Teil jedenfalls auf noch knalligere Strecken und Hintergründe, nachdem die Hot-Wheels-Autos in den Vorgängern noch hauptsächlich durch sterile Wohnzimmer düsten.
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Mehr InformationenSilent Hill wird nach seinem großen Comeback nun zur jährlichen Horror-Anthologie. Im vergangenen Jahr wagten sich ein Team aus Japan mit Silent Hill f an die ikonische Horrormarke, dieses Jahr geht es nach Schottland im Jahr 1996. Wie einst bei P.T., der berüchtigten Demo des eingestellten Silent Hills von Hideo Kojima, wechselt Townfall für das paranormale Abenteuer in die Egoperspektive. Einmal mehr verwandelt ein gruseliger Nebel dabei eine Hafenstadt in eine Alptraum-Kulisse. Um den grotesken Monstern auszuweichen, bekommt Protagonist Simon hier einen tragbaren CRTV, der verschiedene Informationen zur Umgebung anzeigt. Das Ganze erinnert nicht zufällig an Alien Isolation, sind doch deren damalige Spiel- und Sounddesigner Jon McKellan und Byron Bullock auch hier mit von der Partie.
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Aufmacherbild © Sony Interactive Games, Remedy Entertainment, Capcom, Milestone S.r.l.
Der Redakteur (APA, Helden der Freizeit) und Videospiel-Blogger reviewed für uns vor allem Games, Serien und Filme - ist aber auch so manchem Naturausflug nicht abgeneigt.
