Die Wien-Konzerte im Juni 2026 drehen ordentlich auf. Zwischen Stadion-Wucht, Arena-Open-Airs und großen Pop-Momenten reicht die Palette von Linkin Parks neuem Kapitel bis zu Billy Talents Nostalgie mit Zähnen, der legendären Stimme von Zucchero und den Indierock-Größen von Kings of Leon. Wir präsentieren dir die besten Tipps für ein Monat voller großartiger Gigs. Die Top-8 stellen wir ausführlich vor, 9 weitere gibt’s kompakt als Liste.
von Patrick Meerwald, 29. 5. 2026
Der Juni liefert in Sachen Gigs mit feinstem Programm. Vielfältigst bewegen sich die Top-Artists durch die unterschiedlichen Genres. Von 10er-Jahre-Partypop bis zu härteren Gitarrenklängen bleibt nichts dem Zufall überlassen.

Flo Rida steht für jene Phase des Pop-Rap, in der Club-Tracks weltweit zu Sporthallen-Hymnen werden durften. Low, Right Round oder Good Feeling sind und waren nie Songs für die stille Kopfhörer-Stunde. Vielmehr entpuppten sie sich als kollektive Erinnerungsmaschinen: sofort erkennbar, auf maximale Direktheit gebaut, fest verankert in den späten 2000ern und frühen 2010ern. In der Wiener Stadthalle steigt somit die geballte Kraft eines Hitkatalogs, der seit Jahren auf Party-Modus programmiert ist. Für die Wien Konzerte Juni 2026 ist das der große Auftakt mit Breitenwirkung.
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Clueso hat sich nie bequem in eine Schublade legen lassen. Aus Hip-Hop kommend, im Singer-Songwriter-Fach gereift und längst im deutschsprachigen Pop angekommen, steht er für eine Karriere, die ständig in Bewegung geblieben ist. Gerade diese Mischung macht ihn so großartig: Seine Songs können leicht wirken, ohne belanglos zu werden. Sein Erfolg heute ist weniger das Ergebnis einzelner Hits. Sondern die Konsequenz einer außergewöhnlich konstanten Karriere. Songs wie Chicago, Gewinner oder Flugmodus haben sich über Jahre hinweg im deutschsprachigen Musikgedächtnis verankert
Es gibt Bands, deren Songs irgendwann größer werden als das Genre, aus dem sie stammen. Linkin Park gehören zweifellos dazu. Was Anfang der 2000er als Mischung aus Nu Metal, Alternative Rock und Rap begann, entwickelte sich zu einem Sound, der bis heute ganze Generationen verbindet. Kaum ein Rocksong der vergangenen 25 Jahre hat eine ähnliche Reichweite erreicht wie In the End, Numb oder Faint. Mit Sängerin Emily Armstrong hat Linkin Park ein neues Kapitel aufgeschlagen, das bewusst nicht versucht, die Geschichte der Band zu kopieren.
Armstrong bringt ihre eigene Energie und Klangfarbe ein und verleiht dem aktuellen Line-up eine neue Dynamik. Die From Zero World Tour führt die Band ins Ernst-Happel-Stadion und damit an jenen Ort, an dem ein Gig eines Acts dieser Größenordnung hierzulande auch räumlich einfach Sinn ergibt. Der Reiz liegt im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart bei diesem Big-Player der Wien-Konzerte.
Als Einstimmung könnt ihr euch hier durch die besten Linkin Park Songs mit ihrem vor fast neun Jahren verstorbenen Sänger Chester Bennington durchhören.
Joost Klein verkörpert eine Pop-Gegenwart, die sich nicht mehr sauber zwischen Internet-Phänomen, Rave, Rap, Meme-Kultur und ernst gemeinter Emotionalität trennen lässt. Muss auch nicht sein. Kleins Sound wirkt oft überdreht, doch unter der grellen Oberfläche liegt ein Gespür für Brüche, Tempo und kreative Verwirrung seiner Crowd. Gerne auch mit der einen oder anderen mal mehr mal weniger stark gesetzten Spitze. Kurz gesagt, Joost Klein beherrscht es auf und abseits der Stages im Gespräch zu bleiben. Und dafür muss nicht erst das ESC-Fass und die Diskussion um seinen Ausschluss wieder aufgemacht werden. Auch wenn Europapa den Künstler weit über die niederländischen Grenzen hinweg bekannt gemacht hat!
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Wenn von italienischer Popmusik die Rede ist, fallen meist Namen wie Eros Ramazzotti oder Andrea Bocelli. Zucchero nimmt innerhalb dieser Landschaft seit Jahrzehnten eine Sonderrolle ein. Der Musiker aus der Emilia-Romagna brachte bereits in den 1980er-Jahren amerikanische Vibes in den italienischen Mainstream. Er verkaufte weltweit mehr als 60 Millionen Tonträger. Seine Stimme trägt dabei diesen leicht angerauten Charakter, der sehr viel Pathos zulässt. Seine Diskografie umfasst Klassiker wie Senza una donna, Diamante oder Baila (Sexy Thing), gleichzeitig arbeitete er mit Künstlern wie Eric Clapton, B.B. King oder auch Sting zusammen. Mit der Overdose d’amore GOLD Tour kommt er in die Wiener Stadthalle und bringt damit ein Stück europäische Popgeschichte nach Wien. Für alle, die große Gesten mögen, aber trotzdem musikalische Erdung suchen, ist das einer der verlässlichsten Wien-Konzerte im Juni.

Billy Talent II war für viele der Einstieg in eine Welt aus melodischem Druck, politischer Schärfe und rebellischer Punkrock-Energie. Die Platte erreichte mehrfach Platinstatus, brachte einige der größten Songs der Band hervor und gilt bis heute als eines der prägenden Rockalben ihrer Zeit. Dass die Kanadier dieses Album nun zum 20-jährigen Jubiläum feiern, macht den Arena-Termin zu mehr als einer Rückschau. Es geht um eine Platte, die bei vielen Rock-Fans den Soundtrack zwischen Schulweg, Skatepark und erstem Festival entscheidend geprägt hat. Die Arena Wien ist dafür der richtige Ort: niemals steril, nicht brav und mit genug rauer Kante für Songs, die auch nach zwei Jahrzehnten nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Das Konzert war binnen einer Stunde im Vorverkauf restlos ausverkauft.

Empire Of The Sun entstanden aus der Zusammenarbeit von Luke Steele (The Sleepy Jackson) und Nick Littlemore (Pnau) und entwickelten sich rasch zu einem der erfolgreichsten australischen Pop-Exports der vergangenen Jahrzehnte. Ihr Debütalbum Walking On A Dream wurde weltweit zum Überraschungserfolg und machte Songs wie We Are The People oder den Titelsong zu festen Größen der internationalen Festival- und Popkultur.
Bemerkenswert ist, dass sich das Projekt stets stärker über seine eigene Bildwelt definiert als viele vergleichbare Synth-Pop-Acts. Aufwendige Kostüme, futuristische Figuren und eine visuelle Identität, die Science-Fiction und Fantasy würdigen, gehören seit Beginn zum Konzept. Nach längerer Album-Pause meldete sich die Band zuletzt mit neuem Material zurück und bringt ihre aufwendig inszenierte Liveshow nun als Fixpunkt der Wien-Konzerte in die Arena.
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Mehr InformationenAnfang der 2000er wurden die Followill-Brüder mit ihrem rauen Southern-Rock zunächst vor allem von der britischen Musikpresse gefeiert, ehe sie sich mit Alben wie Because of the Times und vor allem Only By The Night zu einer der größten Gitarrenbands ihrer Generation entwickelten. Songs wie Sex On Fire und Use Somebody gehören längst zum fixen Kanon der 2000er-Jahre und laufen heute noch regelmäßig auf Festivals, in Stadien und im Radio. Mit dem 2024 erschienenen Album Can We Please Have Fun kehrte die Band hörbar zu ihren rockigeren Wurzeln zurück. Im November 2025 legten Kings of Leon mit EP #2 bereits weiteres neues Material nach und unterstrichen damit, dass die Band auch mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung weit weg vom Nostalgie-Modus unterwegs mit ihrer Musik ist.
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Die 26 größten Wien-Konzerte 2026
Aufmacher: (c) Alex Kirchner, (c) Barracuda Music
Der Wiener Journalist und Redakteur ist seit 2016 für die verschiedensten Musik-Stories bei heldenderfreizeit.com verantwortlich, schreibt für diverse Musikfachmedien wie Stark!Strom berichtet dabei über Konzerte, Neuerscheinungen, führt Interviews und erstellt Besten- und Playlisten zu den Top-Liedern von Musikstars.
