Nova Rock 2026 Line-up und unsere Band-Tipps für jeden Tag
Von Iron Maiden über The Cure bis Bring Me The Horizon: Das Nova Rock 2026 bringt von 11. bis 14. Juni wieder einige der größten Namen der internationalen Rock-, Metal- und Alternative-Szene nach Nickelsdorf. Vier Tage, drei Bühnen und mehr als 100 Acts sorgen dafür, dass auch die kommende Auflage wieder zu den wichtigsten Musikfestivals des Jahres in Österreich zählt. Wir präsentieren dir die Highlights des Programms, das Line-up mit Timetable und vieles mehr.
von Patrick Meerwald
Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das Nova Rock zu den wichtigsten Musikfestivals Europas. Was einst als klassisches Rock- und Metalfestival begann, hat sich längst zu einem Treffpunkt unterschiedlichster Strömungen entwickelt. Zwischen Heavy Metal, Punkrock, Alternative, Hardcore und modernen Metalcore-Spielarten entsteht auch 2026 wieder ein Programm, das mehrere Generationen von Musikfans zusammenführt.
Nova Rock 2026: Das erwartet dich auf den Pannonia Fields II
Donnerstag, 11. Juni: Volbeat, Tom Morello und ein Stück Punkgeschichte
Am Nova kann die Sonne durchaus blenden. (c) Thomas Ranner
Black Veil Brides um 17:00 Uhr versprechen zum Festivalstart der erste potenzielle Zuschauermagnet zu werden. Die Band um Andy Biersack gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern modernen Hard Rocks und verbindet Glam-Rock-Ästhetik mit zeitgemäßem Alternative Rock. Mit Mastodon (18:20–19:20 Uhr) steht anschließend eine jener Bands auf dem Programm, die den Progressive Metal der letzten zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt haben. Von 19:50 bis 21:00 Uhr treffen Punkgeschichte und Gegenwart aufeinander, wenn Sex Pistols feat. Frank Carter die Bühne stürmen. Während die ursprünglichen Sex Pistols die Rockmusik der späten Siebziger nachhaltig veränderten, bringt der ursprüngliche Substi Frank Carter eine Intensität mit, die dem Material neues Leben einhaucht. Dieser Auftritt wird weit mehr als eine nostalgische Rückschau. Den Tag beschließen schließlich die Festival-Experten von Volbeat (23:30–01:00 Uhr).
Parallel dazu wartet auf der Red Stage Tom Morello (19:00–20:05 Uhr). Der ehemalige Rage Against The Machine-Gitarrist zählt bis heute zu den innovativsten Gitarristen der Rockmusik. Seine Soloshows bewegen sich zwischen politischem Statement, Gitarrenvirtuosität und den größten Songs seiner Karriere. Den Abschluss der Red Stage übernehmen Bad Omens (22:30–23:45 Uhr). Die Band hat sich in den vergangenen Jahren von einem Metalcore-Geheimtipp zu einem der erfolgreichsten modernen Rockacts entwickelt. Ihr Mix aus Härte, Elektronik und großen Melodien steht exemplarisch für die aktuelle Entwicklung des Genres. Auch auf der Red Bull Stage lohnt sich am Donnerstag ein Blick abseits der Hauptbühnen. Während Ankor (17:25-18:05 Uhr) mit ihrem modernen Mix aus Metal und Alternative Rock zu den spannendsten europäischen Aufsteigern der letzten Jahre zählen, bringen The Molotovs (18:35 – 19:25 Uhr) frischen britischen Punk- und Mod-Rock nach Nickelsdorf.
Freitag, 12. Juni: The Offspring feiern, The Cure verzaubern
Outfit-Vielfalt ist auch am Nova Rock trumpf! (c) Stefan Kuback
Einen besonders interessanten Slot auf der Blue Stage nimmt am Freitag A Perfect Circle (19:15–20:30 Uhr) ein. Die Band um Maynard James Keenan ist deutlich seltener in Europa zu erleben als dessen Hauptprojekt Tool. Ihr atmosphärischer Alternative Rock bietet einen reizvollen Gegenpol zu vielen härteren Festivalacts. Mit The Offspring (21:00–22:15 Uhr) folgt einer der größten Hitlieferanten des gesamten Festivals. Kaum eine Band verfügt über einen ähnlich umfangreichen Katalog an Festivalhymnen. Songs wie Self Esteem, Come Out and Play oder The Kids Aren’t Alright gehören zum Einmaleins großer Open-Air-Veranstaltungen.
Der musikalische Schlusspunkt für Freitag auf der Blue Stage steht ganz im Zeichen einer Band, die seit Jahrzehnten ihren eigenen Weg geht. The Cure (23:00–01:00 Uhr) haben die Entwicklung von Alternative Rock, Gothic Rock, Shoegaze und Indie-Musik nachhaltig beeinflusst und dabei einen Sound geschaffen, der bis heute unverwechselbar geblieben ist. Gerade weil die Band rund um Robert Smith nur noch selten auf europäischen Festivalbühnen zu erleben ist, zählt ihr Auftritt zu den besonderen Höhepunkten des Nova Rock 2026. Hier steht lebendige Musikgeschichte auf der Bühne!
The Pretty Reckless (20:10–21:20 Uhr) bringen rund um Frontfrau Taylor Momsen klassischen Hard Rock in moderner Form auf die Red Stage. Black Label Society (21:50–23:05 Uhr) liefern anschließend riffgewaltigen Heavy Rock mit Gitarrenikone Zakk Wylde, bevor Ice Nine Kills (23:35–00:50 Uhr) den Tag legendär beenden. Die Amerikaner beeindrucken mit ihrem einzigartigen Mix aus Metalcore, Horrorfilm-Ästhetik und aufwendig inszenierten Liveshows.
Auch die Red Bull Stage bietet mit Quicksand (18:35–19:25 Uhr), denMetalcore-Spezialisten Annisokay (19:55–20:45 Uhr) und den derzeit stark gefragten Thrown (21:15–22:30 Uhr) einige der spannendsten Gig-Empfehlungen des Tages.
Samstag, 13. Juni: Sepultura sagen Goodbye, Iron Maiden schreiben Geschichte
Bruce Dickinson und Iron Maiden feiern am Nova Rock ihr über 50-jähriges Bestehen (c) Manfred Thanner
Kublai Khan TX (13:50–14:30 Uhr) treten mit kompromisslosem Hardcore und brachialen Breakdowns die erste größere Härtewelle des Tages auf der Blue Stage los. Mit Kanonenfieber (15:00–15:40 Uhr) folgt eine Band, die mit ihrem ungewöhnlichen historischen Konzept zunehmend auch international große Aufmerksamkeit genießt. Besondere Bedeutung kommt dem Auftritt von Sepultura (16:10–17:00 Uhr) zu. Die brasilianischen Metal-Pioniere befinden sich auf ihrer Abschiedstour und beenden damit eine Karriere, die den Thrash- und Groove-Metal nachhaltig geprägt hat. Für viele Besucher:innen könnte dies die nun wirklich letzte Gelegenheit sein, die Band live zu erleben.
Das Zentrum des Samstags bildet aber Iron Maiden. Von 21 bis 23:15 Uhr übernimmt die britische Metal-Institution die Blue Stage und bringt damit einen der größten Headliner des gesamten Festivaljahres nach Nickelsdorf. Die aktuelle “Run For Your Lives”-Tour steht ganz im Zeichen des 50-jährigen Bandjubiläums und konzentriert sich verstärkt auf die frühen Jahrzehnte der Bandgeschichte. Gerade deshalb erwarten viele Fans ein Set voller Klassiker von Iron Maiden den Heavy Metal weltweit neu definierten. Zusätzlich markiert die Tour einen historischen Einschnitt: Erstmals seit Jahrzehnten steht nicht mehr Nicko McBrain hinter dem Schlagzeug, sondern Simon Dawson, der 2025 offiziell zur Band stieß.
Wer nach Maiden noch genügend Energie besitzt, kann direkt zur Red Stage wechseln. Dort beschließen Sabaton (23:40–00:55 Uhr) den Tag. Die Schweden haben sich mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Power Metal, militärhistorischen Themen, bombastischem Bühnenbild mit allem möglichem Firlefanz und riesigen Refrains längst zu den Headlinern der Moderne entwickelt.
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Auch die Red Bull Stage lohnt immer für einen Abstecher am Samstag. Loathe (18:35–19:25 Uhr) zählen aktuell zu den innovativsten Bands zwischen Metal, Shoegaze und Alternative Rock, während Palaye Royale (19:55–20:45 Uhr) ihre Mischung aus Glam Rock, Punk und großer Bühnenshow nach Nickelsdorf bringen. Den Abschluss übernimmt Lagwagon (21:15–22:15 Uhr), eine der prägenden Bands des kalifornischen Skatepunks der vergangenen Jahrzehnte.
Sonntag, 14. Juni: Der finale Blick in die Zukunft der Rockmusik
Am Nova Rock wird stets zu den Songs mit vollster Leidenschaft mitgesungen!(c) Stefan Kuback
Am letzten Festivaltag bilden P.O.D. (14:20–15:00 Uhr), Hollywood Undead (15:25–16:10 Uhr) und Three Days Grace (16:40–17:30 Uhr) zunächst einen abwechslungsreichen Auftakt zwischen Nu Metal, Alternative Rock und modernen Rockhymnen uf der Blue Stage. Three Days Grace profitieren aktuell von der Rückkehr ihres ursprünglichen Sängers Adam Gontier und sorgen damit für zusätzliche Aufmerksamkeit. Währenddessen bieten Drain (17:25–18:05 Uhr), Malevolence (19:55–20:45 Uhr) und All Them Witches (21:15–22:30 Uhr) interessante Alternativen für alle, die lieber abseits der größten Menschenmengen unterwegs sind.
Papa Roach (19:30–20:45 Uhr, Blue Stage) verbinden ihre Klassiker mit neuem Material und beweisen regelmäßig, dass sie weit mehr als nur der Song Last Resort sind. Den Schlusspunkt des Nova Rock 2026 setzen schließlich Bring Me The Horizon (21:45–23:15 Uhr) auf der Blue Stage. Es beeindruckt eindrucksvoll, wie konsequent sich diese Band stets weiterentwickelt hat und dies weiterhin tut. Vom Deathcore-Ursprung über Metalcore bis hin zu elektronischen und poppigen Einflüssen haben sie ihren Sound immer wieder neu definiert. Sie stehen stellvertretend für die neueste Generation neuer Festival-Headliner.
Nova Rock Timetable und Running Order: Donnerstag, 11. Juni 2026
Der Wiener Journalist und Redakteur ist seit 2016 für die verschiedensten Musik-Stories bei heldenderfreizeit.com verantwortlich, schreibt für diverse Musikfachmedien wie Stark!Strom berichtet dabei über Konzerte, Neuerscheinungen, führt Interviews und erstellt Besten- und Playlisten zu den Top-Liedern von Musikstars.