Die einen finden sie gruselig, die anderen lieben sie und im 2. Bezirk findest du ein ganzes Museum mit ihnen: Wir nehmen dich mit ins Circus- und Clownmuseum und zeigen dir, was dich hier bei freiem Eintritt erwartet. Von Clowns, Weltrekordhaltern und einer Elefantenperformance zu Star Wars Musik. Schau dir für mehr Einblicke unser Video auf Instagram und TikTok an!
von Kirstin Kriz
Bunt, bunter, Clownmuseum: Du tauchst ein in eine Welt von Artist:innen aus aller Welt, Weltrekordhaltern und skurrilen Performances. Wir haben für dich alle wichtigen Infos für deinen kostenlosen Besuch, die Nachtführungen, Events und zukünftige Projekte des Museums. Unten findest du auch noch einen Link zu weiteren Gratis-Tipps in Wien. Darunter zum Beispiel das Feuerwehrmuseum.

Am Ilgplatz in Leopoldstadt durch die bunte Außenfassade nicht zu übersehen, findest du das Wiener Circus- und Clownmuseum. Du musst eine Klingel betätigen und schon lässt dich eine:r der freundlichen Mitarbeiter:innen hinein. Drinnen ist es, man glaubt es kaum, noch bunter als von außen. In gemütlicher Atmosphäre kannst du deine Jacke ablegen, bevor du dich deinem Besuch widmest.
Clowns und Zirkus gehören bekanntlich zusammen, daher erfährst du gleich im ersten Raum einiges über die Entstehung des modernen Zirkus. Das erste Gebäude in Wien, der “Circus Gymnasticus”, wurde 1808 im Prater gebaut. Außerdem sind jede Menge Utensilien von bekannten Clowns und Artist:innen ausgestellt. Kostüme, Musikinstrumente, Schminkkoffer, Jonglierkeulen, Bauchrednerpuppen oder alte Dokumente warten darauf, von dir entdeckt zu werden.

Neben fantastischen Kostümen, die nur so um die Wette glitzern und strahlen, sind auch Stücke von Weltrekordhaltern ausgestellt. Du siehst zum Beispiel eine Keule von Mario Berousek, dem aktuell schnellsten Jongleur der Welt oder die sieben Ping-Pong Bälle von Tony Fercos. Er hält den Rekord für das Jonglieren mit den meisten Ping-Pong Bällen mit dem Mund. Auch das Kopfstück von Flavio Tognis Elefanten, die zur Musik von Star Wars in Elefanten im Weltall aufgetreten sind, findest du hier.
Wusstest du außerdem, dass der bekannte Clown Jango Edwards seinen letzten Auftritt vor seinem Tod im Circus-und Clownmuseum hatte? Zwischen den ganzen Exponaten findest du auch einen tollen Fotospot auf einem goldenen Thron und wenn du mutig bist, kannst du dich in einem Raum sogar auf ein Nagelbrett mit ca. 600 Nägeln setzen.

Bei unserem Besuch war gleich im ersten Raum ein Tisch für einen Kindergeburtstag hergerichtet, den kannst du hier, genauso wie Geburtstage für Erwachsene, feiern. Ein besonderes Angebot nennt sich Nachts im Circus- und Clownmuseum und beinhaltet eine Führung durchs Museum, bei der der ein oder andere Artist vielleicht wieder zum Leben erwachen könnte. Außerdem finden hier auch Lesungen oder andere Shows statt, die genauen Infos findest du hier auf der Website.
Momentan ist auch ein eigener Raum für Zauberkünstler:innen in Planung, um diesen Bereich noch umfangreicher abdecken zu können. Dazu gehört auch eine kleinere Bühne für etwa 20 Zuschauer:innen, die zusammen mit einer Bar für Events zur Verfügung stehen wird.
Das Museum ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und man merkt, dass die Mitarbeiter:innen für das Thema brennen. Sie beantworten dir gerne alle Fragen und kennen zu jedem Schaustück die Geschichte, die dahinter steckt. Besonders alle Zirkus- und Clownfans werden hier natürlich einige Schätze entdecken, aber auch alle anderen werden fasziniert sein, was Artist:innen aus aller Welt geleistet haben, um andere zu unterhalten. Wir empfehlen, dir etwa eine Stunde Zeit zu nehmen, um alles in Ruhe anzuschauen und den besonderen Charme des Museums zu genießen.
Factbox Circus- und Clownmuseum
Adresse: Ilgplatz 7, 1020 Wien
Öffnungszeiten: jeden So 10-13 Uhr
Anreise: U2 Station “Messe Prater”
Eintritt: gratis
Noch mehr Museum- und Gratis-Tipps für dich:
Das kannst du gratis in Wien machen!
Feuerwehrmuseum: Versteckter Trip durch die Zeit
Die 50 besten Museen in Wien
Otto Wagner Villa: Bunt, schräg, prächtig!
Zeitreise mit Sisi und Co. im Time Travel Vienna
Alle Fotos: (c) heldenderfreizeit.com
Kirstin Kriz aus Wien-Liesing berichtet bei den Helden der Freizeit vor allem über Ausstellungen, Ausflugstipps und Sportaktivitäten. Die Journalistin und Kommunikationswissenschaftlerin produziert außerdem Social Media Content.
